17. September 2026 – dpa

Keine Verletzten

Auto fährt auf Demonstranten vor VW-Werk zu - und dreht ab

Vor dem VW-Werk in Osnabrück demonstrieren Menschen gegen Rüstung. Ein Mann fährt mit einem Auto auf sie zu - weicht dann aber aus. Was bisher bekannt ist.

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Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer. (Symbolbild)

Mit erhöhter Geschwindigkeit ist ein Mann in Osnabrück mit seinem Auto auf eine Gruppe Demonstranten zugefahren. Kurz vor einem möglichen Zusammenprall lenkte der 56-Jährige aber ein und fuhr davon, wie die Polizei mitteilte. Der Beschuldigte habe den Vorfall eingeräumt. Am Mittwoch hatten Menschen auf dem Gehweg vor dem Werksgelände der VW-Fabrik in Osnabrück unter dem Motto «Keine Rüstungen in der Friedensstadt» demonstriert.

Verletzt wurde bei dem Vorfall den Angaben zufolge niemand. Der Fahrer sei anhand von Zeugeninformationen kurze Zeit danach ausfindig gemacht worden. Die Polizei ermittelt gegen ihn - nach aktuellem Stand wegen Nötigung. Für weitere Straftatbestände liegen keine Anhaltspunkte vor.

Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben - insbesondere nach den Verkehrsteilnehmern, die zuvor gemeinsam mit dem Beschuldigten in unmittelbarer Nähe vor einer roten Ampel warten mussten.

Im bisherigen VW-Werk in Osnabrück soll künftig Rüstung produziert werden. Volkswagen, das Land Niedersachsen und der Investor Aurelius Capital vereinbarten kürzlich Eckpunkte für einen Verkauf. Nach dem Ende der Auto-Produktion im Sommer 2027 soll der Standort schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen entwickelt werden.

Als erstes Ankerprojekt ist eine Zusammenarbeit mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael vorgesehen. Das Unternehmen ist bekannt als Hersteller des «Iron Dome», mit dem Israel Raketen, Marschflugkörper und Drohnen bekämpft.

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