03. November 2026 – dpa
Wurst, Käse, Tiefkühlpizza - alles schlecht: Was ein internationaler Hackerangriff für Auswirkungen auf einen Supermarkt in der Region hat.
Nach zahlreichen Cyber-Attacken in Europa haben Hacker auch Kühlanlagen von Supermärkten im Nordwesten zeitweise lahmgelegt. «Auch in Niedersachsen sind Supermärkte von diesen Angriffen betroffen», teilte eine Sprecherin der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg mit. Die Spezialisten ermitteln nun, wer dahintersteckt und inwiefern die Fälle zusammenhängen.
So fielen in einem Supermarkt in Lilienthal bei Bremen in der Nacht auf Montag Bedientheken, Kühlhäuser und Tiefkühltruhen aus. Die Anlagen heizten sich auf 30 Grad auf, wie Inhaber Daniel Breiding berichtete. Die Angestellten seien einen Tag lang damit beschäftigt gewesen, tonnenweise Wurst, Käse, Milch- und Tiefkühlprodukte zu entsorgen. «Es war alles nicht mehr verkaufsfähig», sagte Breiding. Zuvor hatten «Weser-Kurier» und andere Medien berichtet.
Der finanzielle Verlust sei enorm, sagte Breiding. «Die Versicherung prüft noch, ob sie für den Schaden aufkommt.» Er erstattete Anzeige, die Ermittlungen übernimmt die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg. Die Beamten untersuchen auch einen weiteren Fall in Diepholz.
Cyberkriminelle hatten in den vergangenen Tagen unter anderem auch in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden dafür gesorgt, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden. Auch einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen sind betroffen.