12. August 2026 – dpa

Staugefahr im Norden

ADAC erwartet starken Reiseverkehr am Wochenende im Norden

Schwere Lastwagen dürfen ausnahmsweise auch am Sonntag rollen. Was das für den Ferienverkehr bedeutet und wann die schlimmsten Engpässe zu erwarten sind.

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Zum Ende der Sommerferien in Schleswig-Holstein drohen Staus. (Symbolbild)

Zum Ende der Sommerferien in Schleswig-Holstein erwartet der
ADAC am Wochenende viel Verkehr auf den Straßen. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen enden die Schulferien. «Das kommende Wochenende steht ganz klar im Zeichen der Rückreisewelle», teilte der Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein, Rainer Pregla, mit. Gleichzeitig laufe der normale Ferien- und Ausflugsverkehr weiter. «Deshalb müssen wir auf den wichtigen Nord-Süd-Achsen mit hoher Belastung in beiden Richtungen rechnen.»

Besonders betroffen dürfte nach Preglas Angaben die A7 (Flensburg – Hamburg – Hannover) sein. «Auf der A7 bekommen wir am Wochenende praktisch Verkehr aus allen Richtungen. Gerade dort, wo sich die verschiedenen Reisewellen überlagern, reichen schon kleinere Störungen aus, um längere Staus entstehen zu lassen.» Ein weiterer Schwerpunkt ist demnach die A1 zwischen der Ostseeküste, Lübeck und Hamburg. Besonders der Bereich Sereetz – Ratekau – Pansdorf bleibe durch die dortigen Baustellen ein Nadelöhr. Auch auf der A23 zwischen Hamburg und der schleswig-holsteinischen Nordseeküste sei mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Besonders voll dürfte es am Freitagnachmittag, am Samstagvormittag sowie am
Sonntagnachmittag und -abend werden. Im Großraum Hamburg bleibe zudem der Bereich rund um den Elbtunnel ein Engpass. Wer über die A7 weiter Richtung Süden oder Norden fährt, sollte hier zusätzliche Zeit einplanen.

«Wer flexibel ist, sollte die klassischen Stoßzeiten möglichst meiden», riet Pregla. «Besonders am Sonntagnachmittag und frühen Abend rechnen wir mit starkem Rückreiseverkehr. Ein früher Start oder eine Rückfahrt außerhalb der Hauptreisezeiten kann viel Zeit und Nerven sparen.»

Zusätzlich könnte die Verkehrslage durch mehr Lastwagen beeinflusst werden. Schleswig-Holstein hat das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für schwere Lastwagen vorübergehend teilweise ausgesetzt. Hintergrund sind Transportengpässe infolge niedriger Wasserstände auf wichtigen Wasserstraßen.

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