13. August 2026 – dpa
Nach einem tödlichen Streit in Rheine steht ein 55-Jähriger unter Verdacht, seine Ehefrau erstochen zu haben. Eine Richterin ordnete Untersuchungshaft an, der Beschuldigte schweigt.
Eine 46 Jahre alte Frau ist in Rheine im Münsterland nach einem Streit niedergestochen worden und an ihren Verletzungen gestorben. Tatverdächtig sei ihr 55 Jahre alter Ehemann, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit sei am Mittwochabend widerstandslos am Tatort festgenommen worden.
Er kam vor eine Haftrichterin, die Untersuchungshaft wegen Totschlags anordnete. Bei der Verkündung des Haftbefehls habe der Beschuldigte sich zu den Vorwürfen nicht geäußert, hieß es.
Nach ersten Ermittlungen waren die Eheleute in der gemeinsamen Wohnung aus noch ungeklärten Gründen in Streit geraten. Die 46-Jährige meldete sich demnach über Notruf bei der Polizei und gab an, von ihrem Ehemann mit einem Messer angegriffen zu werden. Die alarmierten Polizeibeamten fanden die Frau verletzt und ohne Bewusstsein am Einsatzort vor. Trotz der eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen starb die Frau noch am Tatort.
Einsatzkräfte hatten nach der Tat auf dem Gehweg eines Wohngebietes am Mittwochabend große Sichtschutzwände aufgebaut, wie auf Fotos zu sehen war. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Mesum, der etwas außerhalb von Rheine liegt. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.