09. Juli 2026 – dpa

San-Fermín-Fest

Viele Verletzte bei dritter Stierhatz in Pamplona

Bei den umstrittenen und gefährlichen Stierläufen in Pamplona gibt es immer wieder Verletzte. Diesmal hatten die Sanitäter aber besonders viel Arbeit.

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Das letzte Todesopfer gab es 2009.

Die dritte Stierhatz des diesjährigen San-Fermín-Festes in Pamplona hat die Rettungskräfte ungewöhnlich stark beschäftigt. Gleich 13 Teilnehmer seien bei dem Lauf durch die engen Gassen der Stadt im Norden Spaniens ernster verletzt worden, teilten die Organisatoren mit. Ein 29-jähriger US-Amerikaner sei durch einen Hornstoß am linken Arm verletzt worden.

Alle Verletzten seien Männer im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, hieß es. Die meisten seien mit Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Schnittwunden und Knochenbrüchen in Krankenhäuser gebracht worden. Ein 23-Jähriger habe eine Gehirnerschütterung erlitten.

Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín hatte am Montag begonnen und endet nächsten Dienstag. Täglich werden am Morgen sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen zusammen mit zahmen Leitochsen durch die Gassen der Altstadt für die Stierkämpfe ab dem späten Nachmittag in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der vorwiegend jungen Männer über die rund 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Läufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009. Die meisten von ihnen starben durch Hornstöße.

Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die traditionsreiche Veranstaltung, die bereits seit 1591 stattfindet, inzwischen aber auch in Spanien umstritten ist. Trotzdem lockt das Fest weiterhin Zehntausende Touristen aus aller Welt an, vor allem aus Europa, Asien, Australien und den USA. Über Pamplona schrieb unter anderem der US-Schriftsteller Ernest Hemingway in seinem ersten größeren Roman «Fiesta» (1926).

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