24. Juni 2026 – dpa
Das Hoch «Hartmut» bringt nicht nur tagsüber Hitze, sondern auch nachts kaum Abkühlung. Der Wetterdienst rät deshalb, lange Aufenthalte draußen zu vermeiden.
In den kommenden Tagen könnte der Juni den Temperaturrekord knacken. «Im Südwesten sind in den kommenden Tagen Maxima um 40 Grad möglich. Das wäre ein neuer Rekord für die Temperatur im Juni», schreibt Jacqueline Kernn von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.
Die bisher höchste gemessene Temperatur in einem Juni lag bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) registriert.
Verantwortlich für die extrem heiße Luft ist das Hochdruckgebiet «Hartmut». Die Höchsttemperatur am Wochenende liegt laut Kernn verbreitet über 30 Grad. Und: «In den Nächten kühlt es zunehmend weniger ab.» Immer verbreiteter gebe es Tropennächte - also dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. «Der erholsame Schlaf wird beeinträchtigt. Damit steigt die Belastung für den Organismus.»
Der UV-Index ist laut Wetterdienst hoch bis sehr hoch. «Längere Aufenthalte im Freien sollten vor allem am Mittag und Nachmittag vermieden werden», schreibt Kernn. Am Donnerstag liegen die Höchstwerte im Norden zwischen 27 und 33 Grad, im Südwesten lokal bei 41 Grad und im Rest zwischen 34 und 38 Grad.
Richtung Freitag seien im Westen und Südwesten wieder vermehrt Gewitter möglich. Örtlich steige die Unwettergefahr durch heftigen Starkregen und Hagel. Und auch am Freitag geht das Schwitzen weiter: Die Temperaturen steigen auf 31 bis 38 Grad, im Westen und Südwesten lokal bis auf 41 Grad.
In der Nacht zum Samstag können dann im Westen Gewitter aufziehen, es besteht laut Wetterdienst lokal Unwettergefahr. Mancherorts wird es nachts nicht kühler als 24 Grad.