28. Juni 2026 – dpa

Notfälle

Mindestens 13 Menschen sterben bei Badeunfällen

Wegen der großen Hitze zieht es viele Menschen an die Badeseen - gleichzeitig steigt die Zahl der Notfälle. Für mehrere Männer, einen Jugendlichen und zwei Kinder enden die Ausflüge tödlich.

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Polizei und Einsatzkräfte waren an der Rettungsaktion für den 27-Jährigen im Neckar beteiligt., Foto: René Priebe/PR-Video /dpa

Während der Hitzewelle in Deutschland sind seit Freitag mindestens 13 Menschen bei Badeunfällen gestorben. Am Samstag ertrank laut Polizei ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg, ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim, zwei Männer kamen in verschiedenen Gewässern in Berlin ums Leben. Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen starb ein sechsjähriges Kind. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen.

Bereits am Freitag war im Seepark Lünen bei Dortmund ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern aus dem Wasser gezogen worden. Der Mann starb laut Polizeiangaben später im Krankenhaus. Ein acht Jahre alter Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen. Das Kind habe sich ersten Hinweisen zufolge im Wasser aufgehalten und sei dann nicht mehr zu sehen gewesen, teilte die Polizei mit.

Ebenfalls nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am Freitag im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen in den See gesprungen und verschwunden.

Drei Tage dauerte die Suche nach einem 14-Jährigen in einem See bei Düren in NRW. Er war nach bisherigen Erkenntnissen am Freitag mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen. Taucher bargen ihn am Sonntagvormittag, ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Am Samstag ertrank zudem ein 41-jähriger Mann in einem Baggersee in Düsseldorf.

In Hessen kam es am Sonntagvormittag zudem zu einem Badeunfall in einem Freibad in Kassel. Ein 76-Jähriger wurde leblos im Wasser entdeckt, Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos.

Am Nachmittag suchten Einsatzkräfte in der Ostsee nach einem vermissten Langstreckenschwimmer. Eine Drohne und diverse Boote seien an der Seebrücke Scharbeutz im Osten Schleswig-Holsteins im Einsatz gewesen, die Suche wurde jedoch ohne Erfolg abgebrochen.

In Heidelberg waren Polizei, Rettungskräfte und Taucher im Einsatz, um den 27-Jährigen aus dem Neckar zu bergen. Die anschließende Reanimation blieb erfolglos.

Der 30-Jährige, der in einem Badesee in der Nähe von Mannheim starb, war mit Freunden am Badesee und ging allein ins Wasser. Nachdem die Freunde den Mann aus den Augen verloren hatten, alarmierten sie die Rettungskräfte.

In Berlin entdeckte eine Gruppe in einem Schlauchboot am Samstagmittag gegen 13.00 Uhr eine leblose Person im Jungfernheideteich in Charlottenburg. Die Menschen im Schlauchboot holten den 42-jährigen Mann nach Angaben der Polizei aus dem Wasser und begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Der alarmierte Rettungsdienst führte diese fort, stellte aber nach Angaben der Polizei noch vor Ort den Tod des Mannes fest.

Der zweite Berliner Vorfall ereignete sich am Tempelhofer Hafen. Dort wurde ein 51-Jähriger leblos im Wasser treibend entdeckt. Nach Angaben der Polizei holten Feuerwehrleute den Mann aus dem Wasser, konnten dann aber nur noch den Tod feststellen.

Bereits seit mehreren Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen bis an und über die 40-Grad-Marke. Die Belastung ist für viele Menschen auch deshalb besonders groß, weil die Temperaturen über Tage hinweg vielerorts selbst nachts kaum Abkühlung brachten. Ein Sprung bei dieser Hitze in kaltes Wasser ist erfrischend, belastet aber auch den Kreislauf stark.

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