25. September 2026 – dpa
Vor kurzem stand er noch in Hollywood vor der Kamera. Jetzt dreht der Schauspieler in Völklingen im Saarland. Was dahintersteckt.
Schauspieler Lars Eidinger mag es, in seinem Job immer wieder mit Neuem konfrontiert zu werden. «Was eine große Qualität meines Berufs ist: dass ich so in Zusammenhänge komme, in die ich sonst nicht kommen würde, oder in Länder und Städte fahre oder mich mit Themen beschäftige, mit denen ich mich sonst nicht beschäftigen würde», sagte Eidinger bei einem Dreh im Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland.
«Also im Grunde wie ein verlängertes Studium. So fühlt sich das an.» In der Völklinger Hütte, einem historischen Eisenwerk, sei er vorher noch nie gewesen. Die große Anlage habe ihn komplett erschlagen. «Ich habe es auch nicht erwartet, also die Dimension.»
In Völklingen dreht Eidinger unter der Regie des Aktionskünstlers und Filmemachers John Bock den Kunstfilm «Cocoon». Mit dabei ist der Schauspieler Thomas Loibl. In dem Film spielt Loibl den Chef, Eidinger gibt den Knecht.
Es mache Sinn, «einen Film zu machen, der sich mit Macht auseinandersetzt und mit der fortschreitenden Industrialisierung», sagte Eidinger (50). «Und das ist was, wo man den Eindruck hat, der Mensch kommt eigentlich gar nicht mehr vor.»
Der Film wird für die große Ausstellung «Das stählerne Herz» gedreht, die vom 24. Januar 2027 rund ein Jahr lang im heutigen Weltkulturerbe zu sehen sein wird. Besucher werden «Cocoon» (deutsch: Kokon) in den Katakomben der Gebläsehalle erleben können.
In der Ausstellung «Das stählerne Herz» geht es um die Geschichte der Völklinger Hütte. Und mehr: «Wenn man die Geschichte der Völklinger Hütte erzählt, dann erzählt man automatisch die Geschichte Deutschlands und Europas», sagt der Generaldirektor der Völklinger Hütte, Ralf Beil.