09. Oktober 2026 – dpa

Nach Empörung auf Social Media

Cem Özdemirs Frau Flavia Zaka reagiert auf Anfeindungen

Auf einer Landesgartenschau gibt Flavia Zaka ein Interview. Danach regen sich in den sozialen Medien einzelne Nutzer auf. Allerdings nicht über den Inhalt ihrer Äußerung, sondern über ihre Sprache.

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«Ich kann verstehen, dass viele Menschen denken, dass ich Deutsch sprechen sollte», sagte Flavia Zaka, nachdem sie in einem Interview auf Englisch geantwortet hatte. (Archivbild), Foto: Marijan Murat/dpa

Die Frau von Baden-Württembergs Regierungschef Cem Özdemir, Flavia Zaka, hat mit Verständnis auf die Aufregung nach einem Interview auf Englisch reagiert. «Ich kann verstehen, dass viele Menschen denken, dass ich Deutsch sprechen sollte», sagte sie der «Schwäbischen Zeitung». In den sozialen Medien hatten sich Menschen darüber empört, dass sie auf Englisch geantwortet hatte.

«Natürlich möchten diejenigen, für die Schwäbisch ihre vertrauteste Sprache ist, diese Sprache gepflegt, geschützt und von Menschen in repräsentativen Positionen vertreten sehen», sagte Zaka. Sie wisse, «wie es sich anfühlt, wenn man nicht das Gefühl hat, dass die eigene Sprache mit Stolz getragen und repräsentiert wird». Gleichzeitig brauche auch sie Zeit, um ihren eigenen Zugang zu der Sprache und zum Dialekt zu finden.

Es gebe regelmäßig Aufregung darüber, dass sie in Interviews kein Deutsch spreche, sagte Zaka. «Es geht um Fragen dazu, wie ich mich in die deutsche Kultur, die schwäbische Kultur und das politische Leben einfinde. Und das alles zusätzlich vor dem Hintergrund meiner Migrationsgeschichte.» Zaka ist gebürtige Albanerin, wanderte aber in jungen Jahren nach Kanada aus und lebt seit kurzer Zeit in Baden-Württemberg.

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