28. August 2026 – dpa

Preis in der Pfalz

Volker Schlöndorff auf Festival mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Als Regisseur und Produzent genießt er Weltruhm. Nun erhielt der im Taunus aufgewachsene Volker Schlöndorff eine weitere Ehrung.

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Schlöndorff drehte in seinem 60-jährigen Filmschaffen mehr als 30 Filme. (Archivbild)

Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen hat Regisseur Volker Schlöndorff (87) mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Man verbeuge sich vor der Leistung des Regisseurs, Autors und großen Kinokünstlers, teilten die Veranstalter in der pfälzischen Stadt mit. Im Anschluss an die Ehrung lief Schlöndorffs Roman-Verfilmung «Rückkehr nach Montauk» nach der Novelle von Max Frisch.

«Ich betrachte mich als Humanist, so wie Ernst Bloch, der in seinem Leben Schlimmeres erlebt hat, als man sich vorstellen kann: den Zweiten Weltkrieg, das Exil, die Vertreibung - das kennen wir heute nur vom Hörensagen», sagte Schlöndorff vor 1.200 Gästen und Kinobesuchern über den Philosophen, der in Frischs Novelle eine Rolle spielt. Bloch habe es sich zum Prinzip gemacht, die Hoffnung nicht aufzugeben. Und er habe in der DDR gelernt: «Man kann nicht stur an Ideen festhalten, wenn die Wirklichkeit sich verändert.»

Die Herausforderung, die auf die Menschen zukomme, sei zu begreifen, dass die Wirklichkeit sich verändere. «Dann müssen wir sehen, welche politischen Strukturen dafür geeignet sind, um die Gesellschaft zusammenzuhalten», so Schlöndorff in seiner Rede.

Der in Wiesbaden geborene Regisseur hat 1979 mit seiner Verfilmung von «Die Blechtrommel» Kinogeschichte geschrieben. Für das Werk erhielt er die Goldene Palme in Cannes und einen Oscar in den USA. Schlöndorff lebt an der Stadtgrenze von Potsdam zu Berlin.

Das Filmfestival auf einer Insel im Rhein an der Grenze zu Baden-Württemberg gilt als Ideenbörse und wichtiger Branchentreff. Es läuft bis zum 6. September.

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