Mehrere Regionen in Niedersachsen beschäftigen heute die Endlagersuche, ein tödlicher Badeunfall bei Oldenburg, ein Waffenverbot an Hamburger Bahnhöfen, Polizeithemen aus der Region Hannover sowie Wirtschaft, Umwelt und Verkehrsthemen aus Südostniedersachsen.
Oldenburg/Küste/HB (Bremen und Umzu, Oldenburg, Küste, Ostfriesland)
Bad Zwischenahn: Salzstock bleibt im Endlager-Verfahren
Bei der Suche nach einem Atommüllendlager bleibt ein Bereich in Bad Zwischenahn weiter im Verfahren. Der Salzstock soll weiter untersucht werden. In der Gemeinde kam das überraschend, weil man davon ausgegangen war, nach dieser Runde nicht mehr berücksichtigt zu werden. Zweifel an der Eignung ergeben sich auch aus der Geschichte des Gebiets: Das Zwischenahner Meer entstand vor rund 12.000 Jahren, nachdem in dem heutigen Untersuchungsgebiet ein Salzstock eingebrochen war.
Oldenburg: VfL verlegt Europa-Pokal-Spiel nach Wechloy
Das Europa-Pokal-Spiel des VfL Oldenburg gegen Malaga wird in die Sporthalle der BBS Wechloy verlegt. Eigentlich spielt das Team in der EWE Arena vor mehr als 2.000 Zuschauern, die Halle ist am Spieltag aber wegen der Messe „Mein Tier“ belegt.
Da Malaga das Heimrecht nicht tauschen möchte, findet die Partie in Wechloy statt. Die Halle kennt das Team bereits aus Testspielen. Erwartet werden rund 450 Zuschauer.
Tungeln: 20-Jähriger nach Badeunfall gestorben
Ein 20-Jähriger, der beim Eisbaden in der Hunte in Tungeln bei Oldenburg verunglückt ist, ist im Krankenhaus gestorben. Rettungstaucher hatten ihn am Vortag leblos aus dem Fluss geholt und in eine Klinik gebracht.
Warum der Mann beim Schwimmen unterging, ist unklar. Die Außentemperatur lag bei etwa 12 Grad, die Wassertemperatur bei 9 Grad.
Heide (Lüneburger Heide, Unterelbe, Wendland, Altes Land)
Hamburg: Waffenverbot an Bahnhöfen verlängert
Die Bundespolizei hat das Mitführverbot für Messer und andere Waffen an großen Bahnhöfen in Hamburg bis Ende November verlängert. Es gilt am Hauptbahnhof sowie in Altona, Harburg, Bergedorf und Dammtor.
Verboten sind unter anderem Messer aller Art, Schusswaffen und gefährliche Werkzeuge. Bei Verstößen drohen Platzverweise sowie Bahnhofs- oder Mitfahrverbote.
Harburg: Polizei warnt vor Taschendiebstählen
Die Polizei warnt im Landkreis Harburg vor Taschendiebstählen. Zuletzt habe es dort immer wieder Vorfälle gegeben. Die Täter nutzen demnach kurze Unachtsamkeit aus, etwa beim Griff ins Regal oder beim Blick auf die Uhr.
Portemonnaies verschwinden dabei aus Einkaufswagen oder Jackentaschen. Teilweise sollen die Täter im Team arbeiten, indem eine Person ablenkt und eine andere zugreift.
Lauenbrück: Wohnwagen explodiert
In Lauenbrück bei Scheeßel ist ein Wohnwagen explodiert und komplett abgebrannt. Eine 77-Jährige hatte zuvor Gasgeruch bemerkt und eine Nachbarin sowie den Hausmeister geholt. Kurz darauf gab es einen lauten Knall.
Alle drei wurden schwer verletzt und in Kliniken gebracht. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf benachbarte Wohnwagen übergriffen. Auch Unterkünfte und Autos in der Nähe wurden beschädigt. Der Schaden liegt bei rund 125.000 Euro.
Hannover (Hannover und Region, Schaumburger Land, Weserbergland)
Neustadt am Rübenberge: Behrens lobt Polizei nach Autoattacke
Nach der Autoattacke in Neustadt am Rübenberge hat Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens das schnelle Eingreifen der Polizei gelobt. Sie sagte, es sei den Beamten vor Ort zu verdanken, dass der oder die Täter nicht noch Schlimmeres anrichten konnten.
Nach Angaben der Polizei war ein Streit zweier Großfamilien der Hintergrund der Tat. Die Polizei zeigt seitdem mehr Präsenz.
Wedemark: Gymnasium Mellendorf setzt auf Toiletten-Transponder
Das Gymnasium Mellendorf in der Wedemark führt Transponder für die Toilettennutzung ein. Schülerinnen und Schüler sollen sie künftig jedes Mal nutzen, wenn sie auf die Toilette gehen.
Die Schule will damit erreichen, dass die Toiletten nicht mehr bekritzelt, verstopft, zerstört oder verschmutzt werden. Gemeinde und Gymnasium wollen das System am Freitag vorstellen.
Hannover: Bundespolizei findet Messer und Igel
Die Bundespolizei hat am Hauptbahnhof Hannover bei einer Kontrolle eines mutmaßlichen Schwarzfahrers ein Messer und einen lebendigen Igel gefunden.
Der 36-Jährige war im ICE von Braunschweig ohne Ticket unterwegs. Bei der Kontrolle bat er die Einsatzkräfte, kurz auf sein „Haustier“ aufzupassen, und holte einen Igel aus seiner Bauchtasche. Weil er außerdem ein Messer dabeihatte, laufen mehrere Anzeigen. Die Polizei stellte klar, dass Igel wild und keine Haustiere sind. Das Tier wurde später in der Eilenriede ausgesetzt.
Osnabrück/Lingen (Osnabrück, die Grafschaft und das Emsland)
Emsland: Vier Gebiete bleiben im Endlager-Verfahren
Im Emsland bleiben vier Gebiete als mögliche Standorte für ein Atommüllendlager weiter im Verfahren. Sie sollen weiter untersucht werden. Nach dem neuen Arbeitsstand der Bundesgesellschaft für Endlagerung bekräftigte Landrat Burgdorf, dass der Landkreis kein Atommüllendlager im Emsland wolle.
Der Landkreis lässt dazu eigene Gutachten erstellen. Ziel ist, die vier verbliebenen Standorte genauer zu prüfen, eine eigene Einschätzung zu bekommen und sich im weiteren Verfahren rechtzeitig einzubringen. Mögliche Standorte liegen auch in anderen Teilen Niedersachsens, darunter im Osnabrücker Land.
Osnabrück: PETA kritisiert Feuerwerk beim Herbstjahrmarkt
PETA fordert, beim Osnabrücker Herbstjahrmarkt auf die geplanten Feuerwerke zu verzichten. Gemeint sind die großen Feuerwerke an den beiden Freitagen.
Die Organisation hält wenige Minuten Feuerwerk angesichts der Panik vieler Tiere nicht für verhältnismäßig. PETA fordert ein generelles Feuerwerksverbot.
Meppen: Mißner verletzt sich schwer
Der SV Meppen steht nach dem 4:0 gegen Würzburg im Mittelfeld der dritten Liga. Der Sieg hat für den Verein aber personelle Folgen.
Linksverteidiger Tobias Mißner hat sich verletzt und fällt lange aus. Nach Vereinsangaben riss eine Sehne im Adduktorenbereich. Voraussichtlich ist eine Operation nötig.
Braunschweig/Wolfsburg (Braunschweig, Göttingen, Harz, Wolfsburg)
Zwickau/Wolfsburg: Volkswagen startet Auto-Demontage
Volkswagen zerlegt ab sofort Autos in seinem Werk in Zwickau. Das teilte der Wolfsburger Konzern mit. Ziel ist unter anderem, neue Märkte zu erschließen.
Für Originalteile wie Türen, Kotflügel oder Getriebe sieht Volkswagen gute Absatzchancen, vor allem für die Reparatur älterer Fahrzeuge. Außerdem sollen Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kunststoffe zurückgewonnen werden. Die Demontagelinie wurde in neun Monaten aufgebaut. Im nächsten Jahr sollen rund 4.000 Autos zerlegt werden.
Salzgitter/Wolfenbüttel: Endlager und Asse bleiben Baustellen
In Salzgitter baut die BGE den Schacht Konrad zum Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll aus. 303.000 Kubikmeter sollen dort eingelagert werden. Der Betrieb sollte ursprünglich 2013 starten, wird nun aber frühestens in den 2030er Jahren erwartet.
Umweltverbände klagen weiter dagegen. Beim Bergwerk Asse in Wolfenbüttel dringt seit Jahrzehnten Salzlauge ein, das Bergwerk gilt als einsturzgefährdet. Die rund 126.000 Fässer mit Atommüll sollen deshalb zurückgeholt werden. Wohin sie danach kommen, ist weiter offen.
Wolfenbüttel: 300 Edelkrebse ausgesetzt
In einem Forst bei Wolfenbüttel sind 300 vom Aussterben bedrohte Edelkrebse ausgesetzt worden. Beteiligt war unter anderem die Forstamtsleitung Liebenburg.
Kurzfakten
- Bad Zwischenahn: Salzstock bleibt bei der Endlagersuche im Verfahren
- Oldenburg: VfL spielt gegen Malaga in der Halle Wechloy
- Tungeln: 20-Jähriger stirbt nach Badeunfall in der Hunte
- Hamburg/Harburg: Waffenverbot an Bahnhöfen verlängert, Polizei warnt vor Taschendieben
- Lauenbrück: Wohnwagen explodiert, drei Menschen schwer verletzt
- Neustadt am Rübenberge: Innenministerin Behrens lobt Polizei nach Autoattacke
- Wedemark: Gymnasium Mellendorf führt Toiletten-Transponder ein
- Hannover: Bundespolizei entdeckt Messer und Igel bei Kontrolle
- Emsland: Vier Gebiete bleiben im Endlager-Verfahren
- Osnabrück: Kritik an Feuerwerk beim Herbstjahrmarkt
- Meppen: Tobias Mißner fällt nach Verletzung lange aus
- Volkswagen/Zwickau: Konzern startet Auto-Demontage
- Salzgitter/Wolfenbüttel: Schacht Konrad und Asse weiter im Fokus
- Wolfenbüttel: 300 bedrohte Edelkrebse ausgesetzt