Mehrere Themen prägen heute die Niedersachsen-News: Die Zukunft mehrerer VW-Standorte stand im Landtag im Mittelpunkt, in Essen im Landkreis Kloppenburg sind bei einem Stallbrand mehrere hundert Schweine verendet, in Soltau ist die Sanierung der Therme beschlossen, und bei der Bahn sorgen Umleitungen ab Oktober für deutlich längere Fahrzeiten zwischen Berlin, Hannover und Nordrhein-Westfalen.
Oldenburg/Küste/HB
Emden: Zukunft von VW im Landtag Thema
Ministerpräsident Olaf Lies hat im Landtag Hannover zur Zukunft von Volkswagen Stellung genommen. Dabei ging es auch um den Standort Emden, der laut Bericht auf der Kippe steht.
Lies sagte, es sei der richtige Weg, dass sich Emden auf Elektrofahrzeuge ausgerichtet habe. Bei VW sollen weltweit 50.000 Stellen wegfallen. Über die Zukunft von vier Werken in Deutschland soll noch entschieden werden.
Essen: Feuer in Schweinestall
Bei einem Brand in einem großen Schweinestall in Essen im Landkreis Kloppenburg sind mehrere hundert Schweine verendet. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei bei mindestens zwei Millionen Euro.
Rund 170 Feuerwehrkräfte waren bis in den Morgen im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar.
Wilhelmshaven: Fundbüro prüft Abgaben
Beim Fundbüro Wilhelmshaven sind im August neun Fahrräder, fünf Handys sowie Taschen und Schlüssel abgegeben worden. Wer solche Gegenstände vermisst, kann sie dort noch bis zum 31. Dezember prüfen.
Heide
Region: Neue Regionalklassen für Kfz-Versicherungen
In Niedersachsen ändern sich die Regionalklassen für Kfz-Versicherungen. Grundlage ist die Schadensbilanz der Deutschen Versicherungswirtschaft, die Unfallschäden mit dem Bundesdurchschnitt vergleicht.
Laut Statistik werden bei Voll- und Teilkasko einige Städte niedriger eingestuft, wodurch es teurer werden könnte, unter anderem im Heidekreis und in Harburg. In Rotenburg könnte Voll- und Teilkasko teurer, die Haftpflicht aber günstiger werden. Die Statistik gilt nur als Orientierung und ist nicht verpflichtend.
Soltau: Therme soll saniert werden
Die Soltau Therme wird umfassend saniert. Der Stadtrat hat das mit großer Mehrheit beschlossen. Die Kosten sollen maximal 25 Millionen Euro betragen, ein fertiges Konzept soll bis Mitte 2027 vorliegen.
Das Solebad ist in die Jahre gekommen. Die mehr als 30 Jahre alte Technik macht Probleme, das Außenbecken ist deshalb seit 2021 geschlossen. Schwimmbad und Sauna sind laut Bericht in gutem Zustand.
Dollern: Erdungskabel im Umspannwerk durchtrennt
Im Umspannwerk in Dollern im Kreis Stade haben Unbekannte Erdungskabel durchtrennt. Die Tat könnte bereits im Juni oder Juli passiert sein, entdeckt wurde sie aber erst jetzt.
Nach Angaben der Polizei war die Energieversorgung nicht gefährdet. Ermittelt wird wegen möglichen Metalldiebstahls oder gezielter Sachbeschädigung. Die Polizei sucht Zeugen.
Altona: Einigung auf Krankenhaus-Neubau
Hamburg und der Klinikkonzern Asklepios haben sich auf einen Neubau des Krankenhauses Altona geeinigt. Das neue Großklinikum soll auch die medizinische Versorgung für Menschen aus Stade und Harburg verbessern.
Der Neubau soll 2034 oder 2035 fertig werden und das Krankenhaus aus den 1970er-Jahren ersetzen. Geplant sind unter anderem 60 Intensivbetten, mehrere Betten für Frühgeborene und kranke Neugeborene sowie mehr Operationssäle. Konkrete Kosten sollen erst im dritten Quartal des nächsten Jahres feststehen.
Hannover
Hannover: Regierungserklärung zu VW
Ministerpräsident Olaf Lies hat im Landtag Hannover eine Regierungserklärung zur Zukunft von Volkswagen abgegeben. Dabei ging es auch um den Standort Hannover, der auf der Kippe steht.
Lies sagte, Hannover verbinde Produktion und Entwicklung in besonderer Weise. Man wolle auch über die heutige Produktgeneration hinaus Fahrzeuge in Hannover bauen. Bei VW sollen weltweit 50.000 Stellen wegfallen, über die Zukunft von vier Werken in Deutschland soll noch entschieden werden.
Hannover: Längere Fahrzeiten auf der Bahnstrecke
Bahnreisende zwischen Nordrhein-Westfalen, Hannover und Berlin müssen ab kommendem Monat deutlich mehr Zeit einplanen. Grund ist ein neues Umleitungskonzept während der Generalsanierung der Strecke Berlin-Lehrte.
Alle Züge sollen dann über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet werden. Die Strecke Berlin-Lehrte soll von Oktober dieses Jahres bis Dezember 2027 umfassend saniert und dafür vollständig gesperrt werden.
Hannover: Frist für Briefwahl am Freitag
Wer in Hannover zur Kommunalwahl per Briefwahl abstimmen möchte, kann die Unterlagen noch bis Freitag um 13 Uhr aus der Wahlzentrale holen. Spätestens am Wahlsonntag um 18 Uhr müssen die Unterlagen dort vorliegen.
Osnabrück/Lingen
Osnabrück: Neue Perspektive für VW-Standort
Ministerpräsident Lies warnt trotz zunächst ausbleibender Werksschließung bei Volkswagen vor schwierigen Entscheidungen. In einer Regierungserklärung im Landtag sagte er, in den kommenden Monaten werde es harte Diskussionen geben.
Für den Standort Osnabrück gibt es laut Lies eine neue Perspektive: Niedersachsen, Volkswagen und Aurelius Capital haben Eckpunkte für einen möglichen Verkauf vereinbart. Aurelius soll Mehrheitseigentümer werden, das Land Niedersachsen will sich beteiligen. Die Fahrzeugproduktion bei Volkswagen in Osnabrück soll wie geplant im Sommer nächsten Jahres auslaufen.
Osnabrück: Frank Henning kandidiert nicht wieder
Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Henning aus Osnabrück will bei der Landtagswahl im nächsten Jahr nicht erneut kandidieren. Das hat der SPD-Unterbezirksvorstand nach umstrittenen Äußerungen gegenüber einer Journalistin bestätigt.
Henning hatte eine Journalistin in seinem WhatsApp-Status unter anderem als „ätzend“ bezeichnet und sich über ihre Frisur lustig gemacht. Er entschuldigte sich bei ihr, der Osnabrücker Bürgerschaft und der SPD. Ob er sein Mandat vorzeitig niederlegt, soll in einer weiteren Sitzung beraten werden.
Lingen: Wahlunterlagen bis Freitag abholen
Wer in Lingen zur Kommunalwahl nicht ins Wahllokal gehen kann, muss sich jetzt um die Briefwahl kümmern. Wahlunterlagen können nur noch bis Freitag persönlich im Wahlbüro der Stadt abgeholt werden.
Das Wahlbüro befindet sich in der Kokenmühle 9 und ist am Freitag bis 13 Uhr geöffnet.
Braunschweig/Wolfsburg
Wolfsburg: Lies warnt vor VW-Debatten
Auch ohne sofortige Werksschließung warnt Ministerpräsident Lies vor schwierigen Entscheidungen bei Volkswagen. In den kommenden Monaten werde es harte Diskussionen geben, sagte er in einer Regierungserklärung im Landtag.
Lies bekannte sich zum Standort Wolfsburg und sagte, Wolfsburg bleibe das Herz des Konzerns. Für Braunschweig verwies er auf industrielle Kompetenz für neue Produkte und Technologien, ausdrücklich nannte er die Produktion humanoider Roboter. Salzgitter stehe für den Übergang zur Batteriezellentechnologie von PowerCo.
Braunschweig: Fernzüge ab Oktober umgeleitet
Fernreisende müssen sich ab dem 2. Oktober auf längere Fahrzeiten zwischen Berlin und Hannover einstellen. Die Deutsche Bahn leitet sämtliche Fernzüge über Braunschweig und Magdeburg um.
Für Reisende zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen bedeutet das rund 80 Minuten mehr Fahrzeit. Die Umleitung soll bis Dezember kommenden Jahres dauern.
Gifhorn: Badeverbot am Tankumsee
Am Tankumsee im Landkreis Gifhorn gilt ein Badeverbot. Grund ist der Verdacht auf Blaualgen.
Betroffen ist der Hauptstrandbereich auf Höhe des Verwaltungsgebäudes. Der gesperrte Bereich ist vor Ort ausgeschildert.
Kurzfakten-Block
- VW in Niedersachsen: Olaf Lies äußert sich im Landtag zu den Standorten Emden, Hannover, Osnabrück, Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter.
- Stallbrand in Essen: mehrere hundert Schweine verendet, Schaden mindestens zwei Millionen Euro.
- Bahnverkehr ab Oktober: längere Fahrzeiten zwischen Berlin, Hannover und NRW wegen Umleitungen.
- Soltau Therme: Sanierung beschlossen, Kostenrahmen bis 25 Millionen Euro.
- Tankumsee: Badeverbot wegen Verdacht auf Blaualgen.
- Kommunalwahl: Fristen für Briefwahl in Hannover und Lingen laufen bis Freitag.