Oldenburg/Küste/HB (Bremen und Umzu, Oldenburg, Küste, Ostfriesland)
Wasserstoffpipeline zwischen Leer und Emden startet
Im Nordwesten ist der Startschuss für die erste Wasserstoffpipeline gefallen. Geplant ist eine 24 Kilometer lange unterirdische Leitung zwischen Leer und Emden, die einen großen Elektrolyseur in Emden an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz anbinden soll.
Der Elektrolyseur zur Herstellung von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab soll im Laufe des nächsten Jahres fertig werden. Dann soll auch die Wasserstoffpipeline Leer–Emden in Betrieb gehen.
Huntebrücke: Erster Teilabschnitt so gut wie fertig
Der erste Teil der neuen Huntebrücke in Oldenburg auf der A29 ist nahezu fertig. Ab dem 8. Juli sollen die ersten Autos darüberfahren können. Anschließend gehen die Bauarbeiten auf der gegenüberliegenden Seite weiter, dort wird der zweite Teil der Brücke erneuert. Das Gesamtprojekt soll Anfang 2029 fertig sein.
Wilhelmshaven warnt vor Unfällen mit gefundener Munition
Die Stadt Wilhelmshaven warnt vor Unfällen mit gefundener Munition, von denen bundesweit besonders Kinder und Jugendliche betroffen sind.
Von außen sei nicht erkennbar, warum ein Blindgänger nicht detoniert ist; auch nicht abgeschossene Patronen könnten schon bei leichtem Anstoß explodieren. Wer Munition findet, soll sofort die Polizei rufen und nicht selbst daran herumexperimentieren.
Heide (Lüneburger Heide, Unterelbe, Wendland, Altes Land)
Stade: Identifizierung der Opfer dauert an
Nach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Stade dauert die Identifizierung der Opfer weiter an, teilte die Polizei mit. Ein 45-Jähriger soll am Vortag in einer Mutter-Kind-Wohngruppe geschossen haben.
Hintergrund ist laut Polizei vermutlich ein Sorgerechtstreit. Am Tatort in Stade wurden Blumen und Kerzen abgelegt.
Landkreis Stade stellt Klimakonzept online vor
Der Landkreis Stade hat ein 150 Seiten großes Klimakonzept online vorgestellt, um sich auf Folgen des Klimawandels wie mehr Hitzetage, Tropennächte und Starkregen vorzubereiten. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem Starkregen-Gefahrenkarten, die Berücksichtigung von Klimaanpassungen in Planungsprozessen sowie Informationen für die Bevölkerung zu gesundheitlichen Folgen von Hitze.
Die Arbeiten am Klimakonzept für den Landkreis Stade begannen vor eineinhalb Jahren. Eine Evaluation und Anpassung ist für 2031 geplant.
Initiative für Fernzugverbindung
Eine länderübergreifende Initiative aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt setzt sich für eine dauerhafte Fernzugverbindung zwischen Hamburg und Berlin ein. Vorgesehen sind dabei Halte unter anderem in Lüneburg und Uelzen.
Seit Beginn der Sanierungsarbeiten habe sich die Nachfrage bestätigt, hieß es. Die Initiative will die Fernzugverbindung Hamburg–Berlin langfristig sichern.
Kommunen möchten zusätzliche Bahnhalte
Fünf Landkreise und elf Bürgermeister aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sprechen sich für zusätzliche Bahnhalte im Rahmen der geplanten Fernzugverbindung aus. Sie haben dazu ein Anschreiben an das Bundesverkehrsministerium, die Deutsche Bahn und die zuständigen Landesministerien geschickt.
Als Argument nennen sie eine bessere Erreichbarkeit der Region sowie Vorteile für Unternehmen und Tourismus, unter anderem in der Heide und im Wendland.
Hannover (Hannover und Region, Schaumburger Land, Weserbergland)
Bluttat in Stade: Drei Opfer vom Jugendamt der Region Hannover
Unter den sechs Toten bei der Bluttat in Stade sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Die Beschäftigten waren zu einem Hilfeplangespräch in einer Jugendhilfeeinrichtung, wie die Region mitteilte.
Ein 45-Jähriger soll dort gestern in einer Mutter-Kind-Wohngruppe geschossen haben. Hintergrund ist laut Polizei vermutlich ein Sorgerechtsstreit.
Hannover: Rund 53.000 Menschen ohne Job
In der Stadt Hannover hat es im Juni knapp 140 weniger Arbeitslose gegeben als vor einem Jahr. Zum Ende des Monats sind damit noch rund 53.000 Menschen ohne Job.
Firmen suchen aktuell vor allem Fachkräfte in Verkehrs-, Logistik, oder in medizinischen Berufen.
Übergangsstandort für Grundschule Bethener Straße in Hannover
Ein Brand hatte im Winter 2025 unter anderem die Aula und Flure der Grundschule Bethener Straße in Hannover zerstört. Jetzt steht die Planung eines neuen Interimsstandorts.
Das sei ein weiterer wichtiger Schritt, um die Schule in einem Jahr wieder vollständig im Stadtbezirk Dörren-Wülfel unterbringen zu können.
Wasserbüffel in Hannover-Herrenhausen
In Hannover-Herrenhausen weiden derzeit Wasserbüffel. Die Tiere sollen für mehr Artenvielfalt sorgen und eine Auenlandschaft zwischen Westschnellweg und den Herrenhäuser Gärten ökologisch weiterentwickeln.
Auf 15 Hektar weiden die Tiere in einem Landschaftsschutzgebiet. Wasserbüffel sind weltweit als Landschaftspfleger bekannt.
Osnabrück/Lingen (Osnabrück, die Grafschaft und das Emsland)
IHK-Umfrage: Industrieunternehmen denken über Abwanderung nach
Mehr als jedes dritte Industrieunternehmen in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim denkt darüber nach, die Produktion ins Ausland zu verlagern oder hat das bereits umgesetzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer unter 300 Unternehmen.
Insgesamt gaben 37 Prozent der Firmen an, wegen hoher Energiepreise bereits ins Ausland gegangen zu sein, dies zu planen oder konkret zu prüfen. Als Hauptproblem nennen die Betriebe stark gestiegene Strom- und Netzkosten.
Neue Polizeichefin für Emsland und Grafschaft Bentheim
Die Polizei im Emsland und in der Grafschaft Bentheim bekommt vorübergehend eine neue Chefin. Ab Juli übernimmt Polizeidirektorin Ann Oldiges die Leitung.
Die 55-Jährige wechselt dafür von der Polizei Osnabrück, wo sie bislang den Einsatzbereich geleitet hat. Sie übernimmt die Aufgabe, weil gegen die bisherige Inspektionsleiterin Nicola Simon weiterhin straf- und disziplinarrechtlich ermittelt wird; nach Angaben der Polizeidirektion werden die Ermittlungen voraussichtlich noch einige Zeit andauern.
Frauenhaus Meppen öffnet im August
In Meppen eröffnet im August wieder ein Frauenhaus für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder. Dort gibt es acht Plätze. Träger der Einrichtung ist der Sozialdienst katholischer Frauen Emsfechte e.V., der die neue Anlaufstelle gemeinsam mit dem Landkreis Emsland und mit Unterstützung des Landes Niedersachsen aufbaut.
Das frühere Frauenhaus in Meppen war im Mai nach der Insolvenz des damaligen Trägers geschlossen worden; laut Polizei nahm die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt in der Region im vergangenen Jahr um fast 11 Prozent zu.
Braunschweig/Wolfsburg (Braunschweig, Göttingen, Harz, Wolfsburg)
Vechelde: Staatsschutz ermittelt wegen verwüstetem Gymnasium
Nach Verwüstungen im Julius-Spiegelberg-Gymnasium in Vechelde ermittelt der Staatsschutz. Unbekannte vesprühten unter anderem ein Hakenkreuz, beschmierten Wände, zerstörten Inventar und verursachten einen massiven Wasserschaden. In den Toiletten im ersten Stock wurden die Wasserhähne aufgedreht und Abflüsse mit Tüchern verstopft.
Das Wasser lief bis ins Erdgeschoss und tropfte von den Decken. Der Schaden liegt bei mindestens 100.000 Euro. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit einer Abi-Feier und sucht dringend Zeugen, die dort waren und etwas gehört oder gesehen haben. Ob nach den Sommerferien wieder Unterricht stattfinden kann, gilt als fraglich.
Siemens plant Ausbau am Standort Braunschweig
Siemens will weiter in den Standort Braunschweig investieren und ihn ausbauen sowie weiterentwickeln. Dafür haben das Unternehmen und die Stadt ein gemeinsames Papier unterschrieben. Geplant sind ein Flächentausch und der Kauf weiterer Grundstücke, um Erweiterungen abzusichern – zum Beispiel eine neue, hochmoderne Fertigungshalle.
Die Stadt erhält im Gegenzug Flächen für die Entwicklung des städtebaulichen Großprojekts Bahnstadt.
Durchsuchungen nach Schüssen in Göttingen
Nach den Schüssen bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien in Göttingen hat die Polizei am frühen Morgen erneut Wohnungen durchsucht. Spezialeinsatzkommandos waren in Rhumspringe (Kreis Göttingen) und in Hannover im Einsatz.
Hintergrund ist ein Vorfall am Rand der Göttinger Innenstadt: Ein 16-Jähriger soll mit einer Pistole auf einen 26-jährigen Polizisten geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt haben; inzwischen besteht keine Lebensgefahr mehr. Der Jugendliche stellte sich später und sitzt in Untersuchungshaft. Ermittelt wird unter anderem wegen versuchten Totschlags.