07. August 2026 – dpa

Cold Case

Zwölf Jahre nach Aachener Bankraub: 70-Jähriger festgenommen

Im November 2014 überfallen mehrere Täter eine Bank, fesseln die Angestellten und entkommen mit hoher Beute. Eine Beteiligte wurde bereits verurteilt, nun gibt es eine weitere Festnahme.

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Zwölf Jahre nach einem Banküberfall in Aachen ist ein Verdächtiger festgenommen worden. (Archivbild)

Zwölf Jahre nach einem spektakulären Bankraub in Aachen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 70-Jährige sei Ende Juli in Spanien gefasst und inzwischen nach Deutschland ausgeliefert worden, teilte die Aachener Polizei mit. Er soll 2014 zusammen mit mehreren Komplizen eine Bank überfallen haben. Beute: mehr als 400.000 Euro.

Die mindestens fünf Täter hatten zunächst Reinigungskräfte im Treppenhaus des Gebäudes überwältigt. Danach fingen sie insgesamt 16 Bank-Angestellte am Eingang ab, bedrohten sie mit Schusswaffen und fesselten sie mit Kabelbindern. Mit vorgehaltener Waffe zwangen sie zwei Beschäftigte, den Tresor zu öffnen. Dann flüchteten sie mit der Beute.

Eine Frau wurde nach der Tat festgenommen und 2017 wegen Beteiligung an dem Überfall zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Nun ging den Ermittlern ein zweiter Verdächtiger ins Netz. Mindestens drei weitere Männer, die an der Tat beteiligt waren, sind aber weiterhin unbekannt.

Laut Polizei gibt es Hinweise darauf, dass dieselbe Tätergruppe zwischen 2009 und 2013 noch drei weitere Banküberfälle in Aachen begangen hat. Die bisherigen Ermittlungen deuteten den Angaben zufolge darauf hin, dass die beiden Festgenommenen zur Tatzeit einer «europaweit vernetzten linkspopulistischen beziehungsweise linksextremistischen Szene» angehörten, hieß es in der Polizeimitteilung.

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