03. August 2026 – dpa

Wissenschaft

Zeppelin sammelt Daten zu Klima, Wind und Luftqualität

Ein fliegendes Labor des Forschungszentrums Jülich trägt bis Mitte August Messdaten über NRW zusammen. Dabei geht es auch um das Zusammenspiel von Wäldern und Atmosphäre im Klimawandel.

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Ein rot-weißer Noseboom, ein Ausleger mit Sensoren, ist an der Gondel des Zeppelins montiert.

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen können noch bis zum 16. August ein fliegendes Labor am Himmel beobachten. Das Forschungszentrum Jülich hat einen Zeppelin am Luftschiffhangar Mülheim an der Ruhr voll mit Technik gepackt. Zwei Wochen lang sammelt das Fluggerät jetzt Messdaten zu Luftqualität, Emissionen und zur Auswirkung des Klimawandels auf Wälder und die Atmosphäre, wie das Forschungszentrum vor dem ersten Start mitteilte.

«Der Zeppelin bietet uns Möglichkeiten, die andere Forschungsplattformen nur eingeschränkt bieten können», sagt Eva Pfannerstill vom Institute of Climate and Energy Systems am Forschungszentrum Jülich. Durch seine langsame und stabile Flugweise könne das Team hochpräzise Messungen in niedriger Flughöhe durchführen und Gebiete gezielt überfliegen, so die Professorin.

Dabei untersucht Pfannerstill, wie Umweltstress die Wechselwirkungen zwischen Wäldern und der Atmosphäre verändert. Mithilfe hochpräziser Atmosphärenmessungen erforscht ihr Team natürliche Spuren von Gasen aus den Wäldern. Damit wollen die Forscher besser verstehen, wie sich die Prozesse durch den Klimawandel verändern.

Ihr Wissenschaftskollege Georgios Gkatzelis untersucht, welche Rolle bislang wenig erforschte Emissionsquellen in Städten haben. Dabei geht es zum Beispiel um Haushaltschemikalien. Außerdem trägt der Zeppelin ein neues Windmesssystem in die Höhe. Dessen Daten werden später mit Referenzmessungen verglichen, um zu prüfen, wie gut das neue System funktioniert.

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