16. August 2026 – dpa
Um die Ausbreitung des Waldbrandes bei Monschau zu verzögern, wässert die Feuerwehr Felder nahe der deutsch-belgischen Grenze. Knapp die Hälfte der Bewohner soll sich auf eine Evakuierung vorbereiten.
Die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau beobachtet den großen Waldbrand in Belgien intensiv, geht aktuell aber nicht von einem baldigen Übergreifen der Flammen auf deutsches Gebiet aus. «Wir behalten die Lage weiterhin auf jeden Fall im Blick», sagte Philipp Krüger, Einsatzleiter der Feuerwehr Monschau, der Nachrichtenagentur dpa. Einheiten würden jetzt erst einmal in die Pause geschickt. «Wir werden die Einsatzlage stetig überwachen, neu bewerten und gegebenenfalls Einheiten dazuziehen.»
Die Einsatzkräfte hätten zuvor Feldgrundstücke nahe der deutsch-belgischen Grenze gewässert, um einen Zeitvorsprung vor dem Feuer zu gewinnen. Das Technische Hilfswerk habe die Feuerwehr unterstützt.
Zuvor hatte die Stadt Monschau weitere Bewohnerinnen und Bewohner dazu aufgerufen, sich auf eine etwaige Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Ortsteile Kalterherberg und Mützenich mit insgesamt rund 5.000 Bewohnern, sagte eine Stadtsprecherin der dpa. Sie betonte, es seien Vorsichtsmaßnahmen. Stand jetzt gehe man von keiner Evakuierung aus. Bereits einige Stunden vorher hatte die Stadt die Bewohner einzelner Siedlungen aufgerufen, sich auf eine mögliche Räumung einzustellen.
Die Feuerfront im Hohen Venn befindet sich nach Angaben der Stadt nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Vorsorglich würden Löschmaßnahmen vorbereitet, hieß es. Die belgischen Behörden hätten demnach die Evakuierung der unmittelbar westlich an den Ortsteil Kalterherberg angrenzenden Ortschaft Küchelscheid bereits angeordnet.