21. September 2026 – dpa
Wenig sonst bringt NRW-Ministerpräsident Wüst gerade so ins Schwärmen wie die Olympia-Bewerbung. In Düsseldorf lässt er durchblicken, was er sich erträumt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rechnet sich vielversprechende Chancen für die Bewerbung Nordrhein-Westfalens um Olympische und Paralympische Spiele aus. Das Konzept habe große Aufmerksamkeit bei den Sportfachverbänden erregt, sagte der Regierungschef beim «Ständehaus-Treff» der «Rheinischen Post» in Düsseldorf.
Was das dichte Netz bereits vorhandener Sportstätten und die riesige im Bundesland mögliche Zuschauerkulisse konkret bedeuten, machte der 51-Jährige begeistert an einem Beispiel deutlich. «Die Schwimmer finden es einfach - wenn ich das so sagen darf - rattengeil, dass sie vor 60.000 Leuten auf Schalke schwimmen dürften», sagte er. Bei dieser Größenordnung und einem geschlossenen Dach wäre das ein phänomenales Gemeinschaftserlebnis, schwärmte Wüst. «Das hörst du auch durch die Badekappe.»
Am Samstag entscheidet sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) im Kurhaus Baden-Baden, mit wem Deutschland ins Rennen um eine Olympia-Bewerbung für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 geht.