10. September 2026 – dpa
Vier Jugendliche sterben, der Fahrer überlebt: Ein Jahr nach dem Unfall in Kürten bei Köln ist ein Urteil gefallen.
Rund ein Jahr nach einem verheerenden Autounfall mit vier Toten bei Köln ist der jugendliche Fahrer des Wagens zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht in Bergisch Gladbach sah es als erwiesen an, dass er das Fahrzeug im August 2025 bei «höchstmöglicher Geschwindigkeit» gelenkt hatte. In einer Kurve habe er dann die Kontrolle über den Wagen verloren.
Bei dem Unfall im Ort Kürten waren vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren ums Leben gekommen. Sie hatten in dem Wagen gesessen, der mit einem Baum kollidierte und sich überschlug. Der damals 16 Jahre alte Fahrer hatte den Unfall verletzt überlebt.
Das Jugendschöffengericht sprach ihn wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge, fahrlässiger Tötung in vier Fällen, vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie einer Verkehrsunfallflucht schuldig.
«Bei der Bemessung der Jugendstrafe hat das Gericht sowohl die erheblichen Folgen der Tat als auch die festgestellte Schwere der Schuld und die für das Jugendstrafrecht maßgeblichen erzieherischen Gesichtspunkte berücksichtigt», hieß es. Das Urteil sei rechtskräftig.