12. Oktober 2026 – dpa

Ökoenergie & Energieeffizienz

Umweltwirtschaft erweist sich als Jobmotor

Nordrhein-Westfalens Industrie ist in einer schwierigen Verfassung, die schwache Konjunktur und hohe Energiekosten belasten das Geschäft. Aber in manchen Bereichen geht es nach oben.

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Ökoenergien werden ebenfalls der Umweltwirtschaft zugerechnet.

Düsseldorf (dpa/lnw)- Während klassische Industriebereiche wie die Autobranche und Stahlbranche auf dem absteigenden Ast sind, geht es in der Umweltwirtschaft personell nach oben. Wie aus einer in Düsseldorf vorgestellten Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos hervorgeht, waren in diesen nachhaltigen Wirtschaftsfeldern im vergangenen Jahr 650.000 Menschen beschäftigt und damit gut ein Viertel mehr als 2010 (plus 134.000).

Bis 2035 könnte ein Bedarf von weiteren 180.000 Arbeitsplätzen entstehen. Es geht etwa um Metallbauer, Elektrotechniker, Recycling-Spezialisten, Forstwirte und andere Fachleute, deren Tätigkeit der Umweltwirtschaft zugerechnet wird. Auch Experten für Filtertechnik, Energieeffizienz, Photovoltaik, Windkraft und Gebäudedämmung gehören dazu.

«Die Umweltwirtschaft ist nicht nur ein wichtiger Wachstumsmotor für Nordrhein-Westfalen, sie eröffnet auch zu nehmend attraktive und sinnstiftende Berufsperspektiven», sagte Umweltminister Oliver Krischer (Grüne). Wer heute über die Berufswahl nachdenkt, sollte diese Chancen im Blick haben. «Wer in Nordrhein-Westfalen Klimaschutz macht, schafft Arbeitsplätze und sichert Wohlstand», sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne).

Mit Blick auf den erwarteten Mehrbedarf an 180.000 Jobs im Jahr 2035 sagte Prognos-Fachmann Tim Bicklmeier: «Wenn diese Arbeitskräfte fehlen, kann das den Ausbau von Energie-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekten erheblich bremsen».

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