17. Juli 2026 – dpa

Solinger Terroranschlag

U-Ausschuss: Reul muss zu Anschlag von Solingen aussagen

NRW-Innenminister Herbert Reul wird im Untersuchungsausschuss zum Solingen-Anschlag befragt. Dabei geht es auch um die Frage, ob der Täter möglicherweise Komplizen in NRW hatte.

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Die SPD hat viele Fragen an NRW-Innenmninister Reul (CDU). (Archivbild)

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) muss an diesem Freitag (10.00) als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss zum islamistischen Terroranschlag von Solingen aussagen. Reul hatte erst in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass er auch nach erneuter Prüfung keine Hinweise auf Mittäter oder ein islamistisches Netzwerk des Attentäters in NRW sieht.

Er musste allerdings einräumen, dass bei dem als Einzeltäter rechtskräftig verurteilten Attentäter Issa al H. die Telefonnummer eines islamistischen Gefährders entdeckt wurde, der einen Anschlag auf die Fußball-Europameisterschaft 2024 geplant haben soll. Es sei aber trotz umfassender Prüfung keine Kommunikation zwischen den beiden entdeckt worden.

Zum Tatzeitpunkt sei Issa al H. für die Sicherheitsbehörden ein unbeschriebenes Blatt gewesen. Es gebe zwar Berührungspunkte zu Islamisten, aber keine tatbezogenen Kontakte.

Am 23. August 2024 hatte Issa al H. auf einem Stadtfest in Solingen drei Menschen mit einem Messer getötet und viele weitere verletzt. Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verurteilte den Syrer zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Ein Untersuchungsausschuss des Landtags NRW überprüft, ob es vor oder im Zuge des Anschlags zu Fehlern und Versäumnissen gekommen ist. Minister Reul werde in seiner Vernehmung sehr viel erklären müssen, kündigte SPD-Obfrau Lisa Kapteinat an.

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