09. Juli 2026 – dpa

Industriegeschichte

Steinmeier übergibt letzte Kohle ans Haus der Geschichte

2018 wurde im Ruhrgebiet die letzte deutsche Steinkohle gefördert. Acht Jahre später findet der Kohlebrocken nun seinen endgültigen Bestimmungsplatz.

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Dieses Stück Steinkohle will Bundespräsident Steinmeier dem Haus der Geschichte in Bonn übergeben. (Archivbild)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt am Donnerstag (10.45 Uhr) das letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle an das Haus der Geschichte in Bonn. Bergleute hatten Steinmeier den sieben Kilogramm schweren Kohlebrocken von der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop 2018 überreicht. Künftig soll er Teil der Sammlung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sein.

Mit der Förderung der letzten Steinkohle war 2018 eine Epoche der deutschen Industriegeschichte zu Ende gegangen. Die große Wirtschaftsmacht, zu der Deutschland seit Ende des 19. Jahrhunderts geworden sei, wäre ohne die Kohle und den Bergmann undenkbar gewesen, hatte Steinmeier damals gesagt. Auch die Wurzeln der Europäischen Union lägen im Bergbau, sagte er mit Blick auf die 1952 gegründete Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Steinmeier erinnerte aber auch daran, dass Kohle und Stahl aus dem Ruhrgebiet eine Kriegsmaschinerie befeuert hätten, die ganz Europa mit Tod, Vernichtung und Zerstörung überzogen habe.

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