06. August 2026 – dpa

Durchsuchungen

Schwarzarbeit im Visier: Razzien in NRW und Saarbrücken

Das Hauptzollamt Dortmund durchsucht Geschäftsräume und Wohnungen in zwölf Städten in NRW und in Saarbrücken. 260 Kräfte sind am Einsatz. Im Visier: Schwarzarbeit in der Gebäudereinigungsbranche.

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Eine Zoll-Spezialeinheit war in einer Villa in Hagen im Einsatz. , Foto: Alex Talash/dpa

Mit 260 Kräften hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund 30 Wohnungen und Geschäftsräume in zwölf NRW-Städten sowie in Saarbrücken durchsucht. Die großangelegte Aktion richte sich gegen Schwarzarbeit in der Branche der Gebäudereinigung, berichtete das Hauptzollamt. Umfangreiche Ermittlungsarbeit sei vorausgegangen, bevor die Einsatzkräfte am Morgen im Auftrag der Staatsanwaltschaften Hagen und Essen anrückten.

Hintergrund ist der Verdacht, dass die Beschuldigten über einen längeren Zeitraum Schwarzlohnzahlungen an Arbeitnehmer verschleiert haben. Das sei durch den Einkauf sogenannter Abdeckrechnungen erfolgt, hieß es zunächst ohne Detailangaben. Sozialversicherungsträgern und dem Fiskus sei mutmaßlich ein Schaden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zugefügt worden.

Die Einsatzkräfte stellten Beweismittel wie Geschäftsunterlagen, elektronische Datenträger und Mobiltelefone sicher. Festnahmen gab es laut Hauptzollamt nicht. Die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit seien unter anderem von spezialisierten Vermögensermittlern unterstützt worden.

Die Aktionen hatten in den frühen Morgenstunden um 6.00 Uhr begonnen. Einem dpa-Reporter zufolge stürmte eine Zoll-Spezialeinheit eine Villa in Hagen. Laut Hauptzollamt liefen die Aktionen in Arnsberg, Bochum, Dorsten, Dortmund, Gütersloh, Hagen, Hattingen, Herdecke, Saarbrücken, Saerbeck, Münster, Warendorf und Wuppertal. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag demnach im Raum Hagen.

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