25. Oktober 2026 – dpa
Wael Mohya sorgt beim Überraschungssieg von Gladbach in Stuttgart für Aufsehen. Sportdirektor Rouven Schröder lobt das Talent in höchsten Tönen - hat für Gladbachfans aber eine schlechte Nachricht.
Sportchef Rouven Schröder hat die besondere Bedeutung von Toptalent Wael Mohya für Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf hervorgehoben. «Wael gibt uns natürlich viel mit seiner Lockerheit auf dem Feld. Er traut sich, egal, wie groß der Druck ist», sagte Schröder im «Doppelpass» bei Sport1. «Das muss man sich vorstellen, mit 17 Jahren da als Hoffnungsträger von Borussia, aber er geht gut damit um.»
Bei seinem Lob für die Leistung des Offensivspielers betonte der Sportchef auch die Vorreiterrolle des bei den Fohlen ausgebildeten Mohya für die Nachwuchsabteilung des Vereins vom Niederrhein. «Er ist halt für uns der beste Vorreiter, einfach für alle, die nachkommen. Wir haben jetzt den ein oder anderen jungen Spieler im Kader aus der Akademie. Und die nehmen Wael natürlich auch als Beispiel.»
Einem langfristigen Verbleib des Toptalents erteilte Schröder hingegen eine Absage. «Eins ist auch klar, der wird sein Leben lang nicht nur bei Borussia Mönchengladbach spielen», sagte Schröder weiter. «Es hält sich ja ein Stück weit auch gar nicht auf, wenn er so performt.» Außerdem sei Mönchengladbach finanziell darauf angewiesen, jedes Jahr Transferüberschüsse zu erzielen. «Das möchte der Fan natürlich nicht hören», sagte Schröder.
Mohya erzielte beim 3:2-Überraschungserfolg der Gladbacher beim Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart am Freitag ein Tor selbst und bereitete einen weiteren Treffer vor. Nach dem Spiel wurde der 17-Jährige zum Spieler des Spiels gekürt. Durch den Sieg bei den Schwaben konnten die Fohlen den historischen Negativrekord mit sieben Niederlagen am Bundesliga-Saisonbeginn abwenden.
Mit einer Vielzahl an verletzten Leistungsträgern gehen die Gladbacher auf dem letzten Tabellenplatz dennoch mit Sorgen in die kommenden Wochen. Am Dienstag empfängt der Traditionsverein den Karlsruher SC in der zweiten Runde des DFB-Pokals. (20.45 Uhr/Sky).