23. Oktober 2026 – dpa

Hinschauen und helfen

Schlafsäcke, Decken, Zelte - eine Million für Obdachlose

Für Menschen, die auf der Straße leben, ist Kälte lebensbedrohlich. Trotz angespannter Haushaltslage stellt NRW erneut Geld zu ihrem Schutz bereit. Was können Passanten im Ernstfall tun?

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Geld ist wichtig, um Menschen auf der Straße zu helfen - genau hinsehen aber auch. (Symbolbild)

Auch in diesem Jahr stellt das Land wieder eine Million Euro zur Verfügung, um Wohnungs- und Obdachlose in Nordrhein-Westfalen gegen Kälte zu schützen. Das Geld soll etwa für Winterschlafsäcke, Isomatten, Decken und warme Kleidung ausgegeben werden, aber auch für beheizbare Zelte, Powerbanks und haltbare Lebensmittel. Die Mittel könnten von den 150 freien Trägern sowie weiteren Initiativen unbürokratisch abgerufen werden, teilte das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit.

«Da viele Wohnungslose gesundheitlich angeschlagen sind, kann diese Witterung für sie im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden», betonte Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Neben der Verteilung von Hilfsgütern sei es aber auch wichtig, nicht wegzuschauen, wenn das Leben von Menschen durch Kälte und Nässe bedroht sei. «Wir sollten sie ansprechen, Hilfe anbieten und im dringenden Fall sofort den Notruf informieren.»

Die Unterstützung ist vor allem für Menschen gedacht, die ohne Unterkunft auf der Straße leben und die Schlafplätze in den Notunterkünften aus unterschiedlichen Gründen nicht aufsuchen. Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln koordiniert die landesweite Verteilung.

Die Kältehilfe war nach Angaben der Landesregierung im Winter 2018/2019 mit einem Volumen von 100.000 Euro gestartet. In den Folgejahren wurden die Fördermittel regelmäßig erhöht und liegen seit dem Winter 2024/2025 bei einer Million Euro. Im Sommer hatte das Land zudem 500.000 Euro bereitgestellt, um Betroffene vor extremer Hitze und Dehydrierung zu schützen.

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