30. Juli 2026 – dpa
Der Sommer ist noch lange nicht vorbei. Aber bereits bislang hat es 2026 schätzungsweise mehr Hitzetote als in den vollen Jahren zuvor gegeben. Betroffen sind vor allem ältere Menschen.
Wegen hoher Temperaturen sind in diesem Jahr bisher fast 2.300 Menschen in Nordrhein-Westfalen nach Schätzung des RKI gestorben. Das sind bereits jetzt mehr Hitzetote als in jedem der vollen Kalenderjahre seit 2016.
Die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli wird in NRW auf 2.270 geschätzt, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Bundesweit geht das RKI von 9.800 Hitzetoten aus.
Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle 2026 - bundesweit über 5.000 - geht dem RKI-Bericht zufolge auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als es bei der Hitzewelle zu Temperaturen um die 40 Grad kam.
Große Hitze ist besonders für ältere Menschen gefährlich. Teilweise führt ein Hitzschlag zum Tod, meist sei die Ursache jedoch eine Kombination aus Hitzeexposition und bestehenden Vorerkrankungen, heißt es vom RKI.