12. Juni 2026 – dpa
Geräusche sorgen in der Sparkasse Dortmund für einen Polizeieinsatz. Am Ende ist die Ursache überraschend unspektakulär.
Wegen vermeintlichen Bohrgeräuschen im Keller ist die Polizei zu einer Filiale der Sparkasse Dortmund ausgerückt. Nach mehreren Stunden ergebnisloser Durchsuchung stellte sich am Morgen heraus, dass die Ursache für die Geräusche ein Heizungsrohr war, wie eine Sprecherin der Sparkasse sagte. Der WDR hatte zuvor berichtet.
Laut Polizei waren die Beamten am Donnerstag gegen 17.20 Uhr gerufen worden. Die Einsatzkräfte durchsuchten benachbarte Gebäude sowie die U-Bahn-Station hinter der Sparkassenfiliale. Eine Ursache für die Geräusche konnte an dem Abend nicht gefunden werden, zumal das Geräusch nicht mehr zu hören war, wie es weiter hieß. Um kurz vor 21.00 Uhr sei der Einsatz für beendet erklärt worden.
Am Morgen bemerkten die Mitarbeiter der Sparkasse wieder ähnliche Laute, so die Sprecherin. In einem Kellerraum hätten sie schließlich die Ursache gefunden: Ein Metallschrank, der für Umbauarbeiten verrückt worden war, lehnte am Heizungsrohr und sorgte für Vibrationsgeräusche. Die Heizung schaltet sich demnach zu Beginn der Geschäftszeiten automatisch an und am Abend wieder aus - weswegen die Polizisten am Vorabend nichts hören konnten.
Ende vergangenen Jahres waren Einbrecher in Gelsenkirchen mit einem Kernbohrer in den Tresorraum einer Sparkassenfiliale eingedrungen. Sie brachen fast alle der rund 3.100 Schließfächer auf und flüchteten mit ihrer Beute. Die ersten beiden Zivilklagen zu dem Millionen-Coup werden aktuell vor dem Landgericht Essen verhandelt.