23. September 2026 – dpa
Der RWE-Werksschutz hat bei Frimmersdorf eine sogenannte Kugelbombe in der Nähe eines Strommasts entdeckt. Sprengstoffexperten machten sie unschädlich. Die Hintergründe sind noch unklar.
Die Polizei hat in Grevenbroich im Rheinland im Umfeld des stillgelegten Kohlekraftwerks Frimmersdorf einen eingewickelten Feuerwerkskörper entdeckt. Eine sogenannte Kugelbombe habe in einer Entfernung von 10 bis 15 Metern von einem Hochspannungsmast gelegen, berichtete ein Sprecher der Polizei des Rhein-Kreises Neuss. Ob der Mast aktuell stromführende Leitungen trägt, wurde zunächst nicht bekannt.
Der Gegenstand sei etwa «handballgroß» gewesen. Er sei von Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes unbrauchbar gemacht und sichergestellt worden. Bei einer Explosion hätte er laut den Experten «keinen Schaden anrichten können», so der Sprecher weiter. Mehrere Medien hatten zuvor über den Fund berichtet.
Die Polizei hat keinen Hinweis darauf, dass es einen Versuch gab, den in Klebeband eingewickelten Feuerwerkskörper zu zünden. Ob auch eine Zündvorrichtung vorhanden war, wurde zunächst nicht bekannt. Auch wie lange der Gegenstand dort schon lag, ist nach Angaben des Sprechers noch unklar.
Der Werksschutz des Energiekonzerns RWE hatte den verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei verständigt. Ob es einen Zusammenhang mit den Sabotage-Aktionen auf Stromleitungen Anfang September gibt, wurde zunächst nicht bekannt. Die gefundene Kugelbombe sei «nicht vergleichbar» damit, so der Sprecher.