09. Oktober 2026 – dpa

Angriff am Donnerstag

Opfer nach Messerangriff in Velbert außer Lebensgefahr

Attacke vor einer Apotheke, Schreie in Richtung von Passanten: Nach dem Messerangriff in Velbert ist der Zustand des Opfers stabil, der Verdächtige kommt vor einen Haftrichter.

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Gummistiefel wurden auf eine blaue Plane gestellt und mit Absperrband verbunden.

Nach einem Messerangriff in Velbert (Kreis Mettmann) ist das 61 Jahre alte Opfer außer Lebensgefahr. «Er ist stabil, aber natürlich weiterhin im Krankenhaus», sagte ein Sprecher der Polizei. Der Tatverdächtige werde im Laufe des heutigen Freitags einem Haftrichter vorgeführt, fügte er hinzu. Zu einem möglichen Motiv gab es zunächst keine Angaben. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen wegen des dringenden Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt aufgenommen.

Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund hätten sich bislang nicht ergeben, so die Beamten. Angreifer und Opfer kannten sich den ersten Ermittlungen zufolge nicht. Weil der Verdacht bestehe, dass der 30-jährige Syrer unter Drogeneinfluss gestanden haben könnte, sei ihm eine Blutprobe entnommen worden. Polizeilich war der Mann den Angaben zufolge bislang nicht in Erscheinung getreten.

Nach bisherigen Erkenntnissen betrat der Verdächtige am Donnerstag kurz vor 16.00 Uhr einen Dönerimbiss, ging hinter die Verkaufstheke und nahm sich dort ein Messer. Dann soll er auf einen Kunden eingeschlagen haben, der dabei jedoch nicht verletzt wurde. Anschließend sei er zu Fuß in Richtung eines Kaufhauses geflüchtet und habe unterwegs weitere Passanten bedroht.

Auf Höhe des Kaufhauses soll er schließlich vor einer Apotheke auf den 61-Jährigen eingestochen haben. Das Opfer habe sich in die Apotheke gerettet, wo der Mann von den Angestellten medizinisch versorgt worden sei. Anschließend sei der Mann mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden.

Mehrere Passanten alarmierten die Polizei, darunter zwei Mitarbeiter des Velberter Ordnungsamts. Sie verfolgten den Angreifer mit ihrem Auto und gaben der Polizei so seinen genauen Standort durch. Kurz darauf forderten Polizisten den Mann unter vorgehaltener Waffe auf, sich auf den Boden zu legen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Das Messer wurde sichergestellt.

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