27. August 2026 – dpa
Beim großen Basketball-Doppelpack in Köln jubeln am Ende nur die deutschen Männer. Für die Frauen gibt es vor der Heim-WM noch viel zu tun.
Klarer Sieg für Dennis Schröder und Co., knappe Niederlage für die deutschen Frauen: Beim großen Basketball-Doppelpack in Köln haben die deutschen Männer den nächsten Schritt auf dem Weg zur WM 2027 in Katar gemacht. Der Welt- und Europameister setzte sich in der Lanxess Arena gegen die Niederlande mit 99:83 (64:50) durch und feierte damit einen gelungenen Start in die zweite Qualifikationsphase zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.
Vor den deutschen Männern hatten die deutschen Frauen in Köln eine knappe Niederlage kassiert. Bei ihrer WM-Generalprobe musste sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange gegen die Türkei knapp mit 62:63 (40:30) geschlagen geben und verpasste es damit, eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft in Berlin Selbstvertrauen zu tanken. Bei der WM treffen die deutschen Frauen ab dem 4. September auf Spanien, Japan und Mali.
Für die deutschen Männer war es der sechste Sieg im siebten Spiel der WM-Qualifikation. Die erste Qualifikationsphase hatte Deutschland mit fünf Erfolgen und einer Niederlage abgeschlossen. Gegen die Niederlande war Kapitän Schröder mit 23 Punkten bester deutscher Werfer. Insgesamt trafen vier Spieler in der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes zweistellig. Am Sonntag geht es für Deutschland in Polen weiter. Zudem trifft das deutsche Team in der zweiten Gruppenphase noch auf Lettland.
Schröder und Co. hatten mit den Niederlanden von Anfang an keine großen Probleme. Zwar ließ das Team von Bundestrainer Alex Mumbrú defensiv in einigen Aktionen die nötige Intensität vermissen, offensiv zeigte die deutsche Mannschaft aber auch ohne Stars wie Franz und Moritz Wagner oder Isaiah Hartenstein seine große individuelle Klasse.
Schon nach zehn Minuten hatte Deutschland 38 Punkte erzielt, zur Pause lagen die Gastgeber mit 64:50 in Führung. Auch nach dem Seitenwechsel bot der Welt- und Europameister den 15.309 Zuschauern eine unterhaltsame Show.
Die deutschen Frauen haben eine Woche vor WM-Beginn dagegen noch viel Arbeit vor sich. Gegen die Türkei setzte es die dritte Niederlage im dritten Testspiel. «Natürlich hätten wir uns einen Sieg gewünscht. Aber es gab auch viele Dinge, die gut waren», bilanzierte Nationalcoach Lange. «Am Ende haben uns die vielen Ballverluste im dritten Viertel das Genick gebrochen.» Beste deutsche Werferin gegen die Türkei war Alex Wilke mit 15 Punkten.
Lange musste auch im letzten Testspiel vor der WM auf die drei WNBA-Profis Leonie Fiebich, Nyara Sabally und Frieda Bühner verzichten. Während Fiebich noch in den USA weilt, wo noch zwei Spiele mit den New York Liberty anstehen, waren Bühner und Nyara Sabally in Köln immerhin schon in der Halle.
Bühner wird am Wochenende in Berlin ins Training einsteigen, bei Nyara Sabally bleibt abzuwarten, wann sie nach ihrer Wadenverletzung wieder fit ist. Ihre ältere Schwester Satou Sabally hat die WM wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung absagen müssen.
Immerhin steht in Luisa Geiselsöder eine WNBA-Spielerin seit Beginn der WM-Vorbereitung zur Verfügung und führte das Team auch in Köln an. Die deutsche Mannschaft startete vor der großen Kulisse in der Lanxess Arena nervös. Viele Spielerinnen hatten noch nicht oft vor so vielen Zuschauern gespielt und wirkten anfangs angespannt. Dennoch führte das deutsche Team zur Halbzeit mit zehn Punkten (40:30).
Doch nach dem Seitenwechsel verlor die DBB-Auswahl erst einmal völlig den Faden und kam mit der aggressiven Verteidigung der Türkinnen nicht mehr zurecht. Das deutsche Team gab das dritte Viertel mit 7:19 ab und lag vor dem Schlussabschnitt mit 47:49 zurück. Dort steigerte sich Deutschland zwar und ging noch einmal mit 60:53 in Führung. Dann schlichen sich aber wieder viele Fehler ein, sodass es am Ende eine knappe Niederlage gab.