01. Juli 2026 – dpa

Gesellschaft

Niedrigster Stand der Geburtenrate in NRW seit 30 Jahren

Baby-Tiefstand im Land: Die Zahl der Geburten geht auch in Nordrhein-Westfalen zurück. Einige Regionen bekommen allerdings noch mehr Zuwachs.

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Auch bundesweit sank die durchschnittliche Zahl der Kinder um 2,7 Prozent. (Symbolbild)

Frauen in Nordrhein-Westfalen haben 2025 im Durchschnitt je 1,34 Kinder zur Welt gebracht. Das ist die niedrigste Geburtenziffer innerhalb der vergangenen 30 Jahre, wie das Landesstatistikamt in Düsseldorf mitteilte. 2024 lag der Wert demnach noch bei 1,39. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 147.959 Kinder geboren, 3,1 Prozent weniger als 2024.

Ein Geburtenrückgang zeigte sich unabhängig von der Staatsangehörigkeit der Gebärenden. Deutsche Frauen bekamen zwar im Durchschnitt nur 1,21 Kinder im Vergleich zu Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die durchschnittlich 1,88 Kinder zur Welt brachten. Jedoch fiel der Rückgang bei ausländischen Frauen stärker aus. Hier lag der Vorjahreswert bei 1,97 Kindern pro Frau. Frauen mit deutscher Staatsbürgerschaft bekamen im Jahr 2024 hingegen noch 1,24 Kinder.

Doch nicht in allen Regionen des Landes ging die Geburtenrate zurück: In fünf Kreisen und kreisfreien Städten stieg die Geburtenziffer im Vergleich zum Jahr 2024, in zwei Kreisen blieb der Wert gleich. Mit durchschnittlich 1,69 Kindern brachten Frauen in Gelsenkirchen 2025 die meisten Babys zur Welt. Die niedrigste Geburtenziffer gab es in Düsseldorf, hier bekam eine Frau im Durchschnitt 1,09 Kinder.

Auch bundesweit sank die durchschnittliche Zahl der Kinder, die Frauen zur Welt bringen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ging die Geburtenrate in Deutschland im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent zurück. Demnach lag der Wert bei 1,32 Kindern im Schnitt.

Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer ist ein hypothetischer Wert. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich zur Welt bringen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im betrachteten Jahr. Die Geburtenziffer wird oft auch als Geburtenrate bezeichnet.

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