21. Oktober 2026 – dpa

Renommierte Auszeichnung

Mut gegen Rechts: Brandenburger Lehrer bekommen Küpper-Preis

Laura Nickel und Max Teske machten rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule öffentlich und gerieten daraufhin selbst unter Druck. Nun werden die Brandenburger Lehrkräfte für ihren Mut ausgezeichnet.

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Mutiger Auftritt gegen Rechts: Brandenburger Lehrkräfte bekommen den Karl-Küpper-Preis. (Archivbild)

Die Brandenburger Lehrer Laura Nickel und Max Teske bekommen für ihr mutiges Auftreten gegen rechtsextreme Vorfälle an ihrer früheren Schule den mit 10.000 Euro dotierten Karl-Küpper-Preis für Zivilcourage. Das teilte die Stadt Köln mit. Der Preis soll bei einem Festakt am Sonntag (25.10.) in Köln übergeben werden.

Die Auszeichnung erinnert an den gleichnamigen Kölner Karnevalisten Küpper (1905-1970), der sich als einer der ganz wenigen in Büttenreden über den Nationalsozialismus lustig gemacht und unter anderem den Hitler-Gruß persifliert hatte.

Die beiden Lehrer der Grund- und Oberschule in Burg im Spreewald hatten 2023 öffentlich gemacht, dass sie dort täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert seien - etwa durch Hakenkreuze auf Schulmobiliar, rechtsextreme Musik im Unterricht oder demokratiefeindliche Parolen in den Fluren. Der Fall hatte Aussehen erregt und für Diskussionen bis in den Brandenburger Landtag gesorgt.

Die beiden Lehrkräfte waren nach Bekanntwerden des Briefs zunehmend ins Visier der rechten Szene geraten und in einem sozialen Netzwerk bedroht worden. Beide Lehrer verließen später die Schule.

2024 wurde das Brandenburger Schulgesetz verschärft: Die Schulen müssen seitdem Vorfälle zur Verherrlichung des Nationalsozialismus sowie antisemitische oder rassistische Vorfälle sofort melden.

Verliehen wird der Karl-Küpper-Preis alle zwei Jahre von der Stadt Köln, dem Festkomitee Kölner Karneval und dem Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums. Zuletzt hatte ihn 2024 der deutsche Künstler Gunter Demnig für seine «Stolpersteine» erhalten. Die kleinen Gedenktafeln aus Messing erinnern an das Schicksal von Menschen, die im Nationalsozialismus vertrieben, ermordet oder deportiert wurden.

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