30. September 2026 – dpa
Wohnen wird weiterhin teurer: Die Kosten für WG-Zimmer und kleine Wohnungen sind für Studenten in NRW extrem hoch. Auch die BAföG-Wohnkostenpauschale reicht nicht aus. Ein Blick auf die Zahlen.
Die Mieten für Studierende in Nordrhein-Westfalen steigen weiter. Ein WG-Zimmer kostet in Köln im Schnitt 672 Euro warm, in Münster 606 Euro und in Düsseldorf 563 Euro. In Aachen sind es 526 Euro, in Bonn 514 Euro, in Bielefeld 427 Euro und in Bochum 386 Euro. Das geht aus dem «Studentenwohnreport 2026» des Finanzdienstleisters MLP in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor.
Die BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro reicht an keinem NRW-Standort für die Warmmiete einer Musterwohnung. In Köln kostet eine 30-Quadratmeter-Musterwohnung warm im Schnitt bereits 714 Euro, in Münster 663 Euro, in Düsseldorf 613 Euro und in Bonn 582 Euro. Am günstigsten unter den sieben untersuchten NRW-Standorten ist Bochum mit 448 Euro Warmmiete.
In sechs der sieben untersuchten NRW-Hochschulstädte sind die qualitätsbereinigten Mieten im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Besonders kräftig verteuerten sich die Angebote im Vorjahresvergleich in Bochum mit plus 6,5 Prozent und in Bonn mit plus 6,1 Prozent. Auch in Aachen (+4,7 Prozent), Münster (+3,1 Prozent), Bielefeld (+2,9 Prozent) und Düsseldorf (+1,0 Prozent) lagen die Mieten über dem Vorjahresniveau.
Die einzige Ausnahme bildet Köln, wo die qualitätsbereinigten Mieten im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,8 Prozent nachgaben. Betrachtet man jedoch den mehrjährigen Trend über die vergangenen drei Jahre, sind die Mieten an allen sieben NRW-Standorten ausnahmslos deutlich gestiegen. Bei qualitätsbereinigten Mieten werden reine Preiseffekte und nicht eine Veränderung der Qualität etwa durch Baumaßnahmen berücksichtigt.
Die Daten des Reports basieren auf öffentlich inserierten Angeboten für Neuvertragsmieten an 38 Hochschulstandorten aus der Datenbank der Value AG.