02. Juli 2026 – dpa
Ein 42-Jähriger wird bei einem Polizeieinsatz tödlich verletzt. Zuvor soll er zwei Mädchen mit Pfefferspray bedroht und Beamte angegriffen haben. Die Ermittlungen laufen.
Der Mann soll ein Brecheisen und einen Hammer in Richtung der Einsatzkräfte geworfen haben: Ein 42-Jähriger ist bei einem Polizeieinsatz im nordrhein-westfälischen Remscheid bei Wuppertal erschossen worden.
Der Mann soll zuvor zwei ältere Mädchen mit Pfefferspray bedroht und das Spray anschließend in Richtung der Beamten gesprüht haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Danach soll er davongelaufen sein.
Den Angaben nach sollen die Polizisten wenig später erneut auf den Mann getroffen und ein Elektroschockgerät gegen ihn eingesetzt haben. Dabei verfehlten sie ihn jedoch. Danach soll der Mann das Werkzeug geworfen haben.
Daraufhin soll ein Beamter geschossen haben. Der getroffene 42-Jährige sei trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Einsatzort gestorben. Die Polizei Hagen habe aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen in dem Fall übernommen.
Ausgangspunkt des Einsatzes sei ein Notruf am späten Mittwochabend von Zeugen gewesen, wonach zwei Mädchen auf der Straße von einem Mann mit Pfefferspray bedroht wurden. Eine Streifenwagenbesatzung traf vor Ort ein.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wuppertal erklärte, dass es sich bei den Mädchen um Jugendliche bis junge Erwachsene handele. Sie machte keine Angaben zu den Umständen, wie es zu deren Begegnung mit dem Mann kam.
Polizeibeamte haben 2025 weniger Menschen im Einsatz erschossen als im Jahr zuvor. Wie aus einer Auflistung der Zeitschrift «Bürgerrechte & Polizei/Cilip» des Instituts für Bürgerrechte und öffentliche Sicherheit an der Berliner Humboldt-Universität hervorgeht, starben auf diese Weise im vergangenen Jahr 17 Menschen, nach 25 im Jahr zuvor. Die Zahl der Todesfälle lag damit jedoch immer noch deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.