08. August 2026 – dpa
Aus einem Wildpark in Haltern am See ist ein männlicher Luchs entlaufen. Wie er entwischt ist, bleibt ein Rätsel.
Aus einem Wildpark im nördlichen Ruhrgebiet ist ein Luchs ausgebrochen. Das männliche Tier sei aus dem Gehege entwischt, sagt der Betreiber des Naturwildparks Granat, Holger Beckmann. Wie genau ihm das gelungen sei, sei noch unklar. «Wir haben kein Loch im Zaun gefunden.» Das Männchen sei bereits Ende Juli entlaufen. Zuvor hatte der WDR berichtet.
In dem Wildpark in Haltern am See lebt ein Luchspärchen - die Katze ist allein im Gehege zurückgeblieben. Bei der Suche nach ihrem Partner setzt Beckmann vor allem auf die Sichtungen von Jägern in der Region. Der Luchs könne dann mit Hilfe einer Betäubung oder mit einer Lebendfalle eingefangen werden. «Eine Falle funktioniert aber nur, wenn er standorttreu ist», erläutert Beckmann. Wenn das Tier sein Jagdrevier zu oft wechsele, lohne sich das Aufstellen einer Falle nicht.
Genug Beute dürfte der Luchs in den Wäldern finden, wie der Parkbetreiber sagt. «Jagen kann er.» Für Menschen sind Luchse ungefährlich. Wer das Tier sieht, solle sich beim Wildpark melden. Zuletzt sei er mehrfach in der Hohen Mark gesichtet worden, so Beckmann. Der Naturpark verbindet das Münsterland mit dem Ruhrgebiet.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Luchs aus dem Wildpark entläuft. Zuletzt war 2019 ein Tier entwischt, nachdem Unbekannte den Zaun beschädigt hatten. Der Luchs wurde Monate später in Bochum wieder eingefangen. Ein Jäger trieb das Tier dazu mit Hilfe seiner Hunde auf einen Baum, wo der Luchs betäubt werden konnte.