24. September 2026 – dpa
Mit 300.000 Euro unterstützt die Krupp-Stiftung weitere Berlin-Reisen für Essener Schulklassen – im Fokus stehen zentrale Orte jüdischer Geschichte. Die Stiftung sieht eine besondere Verantwortung.
Die Essener Krupp-Stiftung verlängert ihr Schul-Förderprogramm für die deutsch-jüdische Verständigung. Mit dem Programm wird Essener Schulklassen eine Reise nach Berlin ermöglicht - unter anderem ins jüdische Museum und an zentrale Erinnerungsorte der Stadt. 30 Klassen hätten das Angebot seit 2023 bereits wahrgenommen. Angesichts der positiven Resonanz werde das Programm nun um 300.000 Euro für 30 weitere Klassen aufgestockt, teilte die Stiftung mit.
Die nach dem letzten Krupp-Alleininhaber Alfried Krupp benannte Stiftung sieht sich in besonderer Verantwortung für die Aufarbeitung und Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus. Alfried Krupp war 1948 in Nürnberg unter anderem wegen Verbrechen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Stiftung hat ein unabhängiges Forschungsprojekt angestoßen, das die Rolle Alfried Krupps in der Zeit und seine Haltung zum Nationalsozialismus untersucht.