29. Juni 2026 – dpa

Hitze und Bahnverkehr

Krischer: Züge müssen auch bei Hitze fahren können

Am Wochenende wurden viele Züge wegen Hitze stillgelegt – das kann eigentlich nicht sein, findet der NRW-Verkehrsminister. Warum er dabei mit Ägypten argumentiert.

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NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer findet, dass Züge auch bei 40 Grad fahren müssen.

Nach dem Ausfall mehrerer Zuglinien am Wochenende besteht NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) darauf, dass Züge auch bei hohen Temperaturen fahren können müssen. Zwar sei es richtig, bei Problemen frühzeitig zu reagieren, sodass Züge nicht auf freier Strecke stehen blieben. Dass diese aber gar nicht fahren könnten, «ist aber eigentlich natürlich nicht okay», sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur. Moderne Züge müssten auch bei 40 Grad fahrfähig bleiben. «Das muss jetzt schon aufgearbeitet werden.»

Der Bahnbetreiber National Express hatte am Samstag in Nordrhein-Westfalen wegen der hohen Temperaturen für mehrere Stunden den Betrieb aller RRX-Linien eingestellt. Die Maßnahme diene dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und solle verhindern, dass es unter den außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu Zugausfällen auf freier Strecke komme, hatte das Unternehmen betont.

«Das sind Züge von Siemens», sagte Krischer. Hier müsse nachgebessert werden. «Ich finde, da haben auch deutsche Konzerne eine Verantwortung, Technik zu liefern, die bei 40 Grad funktioniert. Gerade wenn man die in andere Teile der Welt verkaufen will.»

Die aktuelle Lage sei «für uns in der Tat eine Herausforderung und in Europa ein Problem», sagte der Verkehrsminister. «Aber Siemens baut ja beispielsweise auch Züge in Ägypten, und ich geh mal davon aus, in Ägypten haben wir öfters mal über 40 Grad, und da muss es ja auch funktionieren.»

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