09. September 2026 – dpa

Lagebild

Jugendliche in NRW weniger kriminell

Weniger junge Tatverdächtige, weniger Gewalt an Schulen: Das neue Lagebild zeigt einen deutlichen Rückgang der Jugendkriminalität in NRW.

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Die Jugendkriminalität sinkt weiter. (Archivbild)

Die Zahl der kriminellen Jugendlichen ist in Nordrhein-Westfalen erneut deutlich gesunken. Das geht aus dem neuen Lagebild zur Kinder- und Jugendkriminalität hervor, das NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in Steinfurt vorgestellt hat. «Wir zählen rund sechs Prozent weniger Tatverdächtige unter 21 Jahren», so Reul. Noch deutlicher werde diese Entwicklung, wenn man die Zahlen mit dem Jahr 2023 vergleicht. «Dann haben wir sogar einen Rückgang von fast 40 Prozent.»

Während die Zahl der tatverdächtigen Kinder im vergangenen Jahr stagnierte, ging die der Jugendlichen deutlich um 7,6 Prozent zurück. Insgesamt registrierte die Polizei rund 9.500 Straftaten weniger als im Vorjahr in diesen Altersgruppen.

Für rund 128.500 Taten waren Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende demnach verantwortlich, nach 138.000 im Vorjahr – ein Minus um etwa sieben Prozent. Auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren sanken die Straftaten junger Menschen unter Alkoholeinfluss.

Typische Taten junger Verdächtiger waren Diebstähle, Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Sie gingen auf breiter Front zurück. Die Gewalt an Schulen sank sogar um 14,2 Prozent.

Gegen den Trend leicht zugenommen haben dagegen Straftaten Jugendlicher im Internet. Die Zahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen stieg in diesem Bereich um 2,5 Prozent auf rund 10.400.

Der Streit in der Schule werde heute oft über das Handy weitergeführt, erläuterte Reul und warnte: «Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Wer bedroht, beleidigt, erpresst oder andere fertig macht, muss wissen: Die Polizei schaut hin und handelt.»

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