17. September 2026 – dpa
Die AfD plante in NRW den Kauf einer eigenen Halle für Parteiveranstaltungen, weil viele nicht an sie vermieten wollen. Inzwischen ist der Plan erst mal gestoppt.
Die AfD in NRW hat Pläne für den Kauf einer eigenen Veranstaltungshalle verworfen. Die «Überlegungen» würden «derzeit nicht weiterverfolgt», sagte ein Sprecher des Landesverbands der dpa. Hintergrund ist offensichtlich die mangelnde finanzielle Unterstützung durch die Bundespartei. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» hatte berichtet.
Im Juli hatte die NRW-AfD in einem Mitgliederschreiben um Spenden für den Kauf einer Halle gebeten. In dem Brief hieß es damals auch, dass die Bundespartei mit einem Darlehen helfen wolle. Gut drei Wochen später musste der Landesverband um Vorstand Martin Vincentz das in einem weiteren Schreiben an alle Mitglieder in NRW korrigieren.
In dem Brief vom 13. August, der der dpa vorliegt, hieß es: «Zum Zeitpunkt des Versands unseres Schreibens bestand weder ein Beschluss des AfD-Bundesvorstandes noch ein Beschluss des Konvents über die Gewährung eines Darlehens an den AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen.» Die verbindliche Unterstützung durch die Bundespartei sei ein «Missverständnis» gewesen. Ohne das Darlehen scheiterten die Pläne.
Hintergrund der Pläne war gewesen, dass die AfD für ihre Parteiveranstaltungen nur schwer Räumlichkeiten findet. Viele Hallenbetreiber wollen die in Teilen als rechtsextrem eingestufte Partei nicht.