12. August 2026 – dpa
120 Werke von Jörg Immendorff zeigen im Kunstpalast Düsseldorf ab Ende September alle Schaffensphasen des Malers – fast 20 Jahre nach dessen Tod.
Die erste Retrospektive am Ort seines Schaffens: Der Düsseldorfer Kunstpalast widmet dem Maler Jörg Immendorff fast 20 Jahre nach dessen Tod eine große Retrospektive. 120 Werke Immendorffs (1945-2007) werden vom 25. September bis 10. Januar im Ehrenhof zu sehen sein.
Immendorff galt Ende des 20. Jahrhunderts weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Künstler seiner Generation. Er starb 2007 im Alter von 61 Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS.
Die Retrospektive werde alle Phasen seines Schaffens beleuchten - von den Anfängen an der Kunstakademie bis zu den letzten Werken, die in seinem Atelier entstanden seien, kündigte der Kunstpalast an.
Immendorff wurde zunächst als Aktionskünstler bekannt. Für Furore sorgte er, als er sich 1968 für eine Kunstaktion einen schwarz-rot-goldenen Klotz ans Bein band und damit bis zum Einschreiten der Polizei vor dem Bundestag in Bonn auf und ab lief.
Der Beuys-Schüler schuf schon früh Bilder mit politisch-gesellschaftskritischen Inhalten. Sehr bekannt wurden seine 16 großformatigen Bilder der «Café Deutschland»-Serie. Ab 1996 war er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zuvor hatte bereits das Haus der Kunst in München Immendorff 2018 eine Retrospektive gewidmet.