24. September 2026 – dpa
Wenige Abiturienten, weniger Bestnoten: Der besondere Abiturjahrgang 2026 tat sich offensichtlich schwerer mit seinem Abschluss an «Bündelungsgymnasien».
Der kleine Abiturjahrgang 2026 hat seine Schullaufbahn mit einer schlechteren Durchschnittsnote abgeschlossen als die Jahrgänge zuvor. Wie das Schulministerium mitteilte, lag die Durchschnittsnote von 106 Gymnasien, 325 Gesamtschulen, 29 Weiterbildungskollegs und 34 Waldorfschulen diesmal bei 2,56. In den drei Jahren zuvor hatte die Durchschnittsnote der Prüflinge an Gymnasien und Gesamtschulen hingegen zwischen 2,37 und 2,39 gelegen.
In der Endphase der mehrjährigen Umstellung vom acht- auf den neunjährigen Bildungsgang an Gymnasien (G8/G9) gab es in diesem Jahr allerdings an den meisten Gymnasien in NRW gar keine Abiturprüfungen. Das spiegelt sich in den Absolventenzahlen wider: Während 2026 rund 27.000 Schülerinnen und Schüler ihr Abi bekamen, waren es im Vorjahr mit rund 72.000 erheblich mehr. Auch die Bestnote 1,0 schaffte mit 1,2 Prozent der Abiturienten nur ein kleinerer Anteil dieses Mini-Jahrgangs - im Vorjahr waren es 3,38 Prozent.
In diesem Übergangsjahr hätten Gymnasiasten nur an 95 sogenannten Bündelungsgymnasien für Wiederholer und Schulformwechsler ihr Abitur machen können, erklärte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). «Gerade diese Schülerinnen und Schüler haben auf ihrem individuellen Bildungsweg Durchhaltevermögen bewiesen und mit dem Abitur ein wichtiges Ziel erreicht - Respekt für Eure Leistung!»
Im neuen Schuljahr wird die Abiturientenzahl nach Angaben des Ministeriums wieder auf dem üblichen Niveau liegen. Wenn 2027 der erste G9-Jahrgang das Abitur absolviert, steigt die Zahl der Abiturienten an allen Schulformen in NRW schätzungsweise auf rund 70.500.