11. Juli 2026 – dpa
Kurz nach dem Abschluss der monatelangen Generalsanierung ist der Verkehr auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Wuppertal erneut beeinträchtigt. Bei einer Brücke wurden Schäden festgestellt.
Kurz nach der Inbetriebnahme der generalsanierten Bahnstrecke von Hagen über Wuppertal nach Köln führen neue Probleme zu Einschränkungen. Zwar fahren die Züge nach Angaben der Deutschen Bahn seit Freitagabend wieder auf der sanierten Strecke. Jedoch sei ein Brückenschaden in Opladen bei Leverkusen festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung. Erst am Freitagabend hatte die Deutsche Bahn die Strecke nach einer gut fünfmonatigen Generalsanierung wieder freigegeben.
Bei einer routinemäßigen Prüfung einer Eisenbahnbrücke auf der Bahnstrecke habe ein Sachverständiger am Freitag einen Schaden an einem tragenden Bauteil festgestellt. Aus Sicherheitsgründen sei deshalb eines der beiden Gleise gesperrt worden. Das andere Gleis sei weiterhin mit normaler Geschwindigkeit befahrbar. «Zugverkehr kann also stattfinden, aber nicht mit voller Kapazität», hieß es in der Mitteilung.
Die betroffene Brücke wurde nach Angaben der Bahn im Rahmen der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen Inspektionen - zuletzt Ende 2025 - keine Schäden gezeigt hätten. Im Zuge der Generalsanierung seien vier von 89 Brücken auf der Strecke repariert worden. Über Umfang und Dauer der Reparatur der schadhaften Brücke werde die Bahn informieren, sobald verlässliche Aussagen möglich seien.
Am Wochenende gab es auf der Strecke Hagen - Wuppertal - Köln außerdem wie angekündigt noch weitere Einschränkungen. Aktuell fänden auf der Strecke noch sogenannte Belastungsfahrten statt. Bis diese vollständig abgeschlossen seien, gebe es noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen für die Züge auf dem Streckenabschnitt. Teilweise komme es auch zu Anpassungen im Fahrplan. Die Bahn bedauere mögliche Unannehmlichkeiten für ihre Kunden.
Zuletzt waren wieder mehrere Stellwerke rund um Wuppertal ausgefallen und hatten den Bahnverkehr auf den Abschnitten, die nicht für die Generalsanierung gesperrt waren, gut zwei Wochen lang weitgehend lahmgelegt.