16. September 2026 – dpa

Gleichstellung in Unternehmen

Frauen in Führungspositionen: NRW läuft hinterher

Im Zehnjahresvergleich zeigt die Statistik einen positiven Trend, aber im internationalen Vergleich hat Nordrhein-Westfalen bei Frauen im Management noch Nachholbedarf.

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Frauen in Leitungspositionen sind in NRW weiterhin in der Minderheit. (Symbolbild), Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Frauen bleiben in Nordrhein-Westfalen in Führungspositionen in der Wirtschaft weiterhin in der Unterzahl. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren im vergangenen Jahr 28,9 Prozent der rund 367.000 Führungskräfte Frauen. Ihr Anteil an allen Erwerbstätigen lag dagegen 2025 bei 47,1 Prozent, wie der Landesbetrieb IT.NRW nach einer Auswertung des Mikrozensus mitteilt.

Im Zehnjahresvergleich gibt es aber zumindest einen kleinen positiven Trend. 2015 lag der Frauenanteil bei den Führungskräften noch bei 26,0 Prozent und an allen Erwerbstätigen bei 46,5 Prozent. Nach internationalen Standards gelten Menschen als Führungskräfte, wenn sie strategische Leitungs-, Budget- oder Personalverantwortung tragen oder Vorstände, Geschäftsführungen oder Abteilungsleiter sind. Auch die Leitungen kleinerer Betriebe gelten als Führungskräfte.

Teilzeit spielt bei Führungskräften nach den Zahlen des Landesamtes nur eine geringe Rolle. 2025 waren nur 10,5 Prozent dieser Gruppe in Teilzeit beschäftigt, während 31,8 Prozent aller Erwerbstätigen in Teilzeit arbeiten. Während also nur rund jede zehnte Führungskraft in Teilzeit arbeitet, stellen Frauen in dieser Gruppe mit 64,9 Prozent deutlich die Mehrheit.

Nordrhein-Westfalen liegt beim Anteil der Frauen in Führungspositionen sowohl unter dem bundesweiten Wert (30,3 Prozent) als auch unter dem EU-Wert (35,9 Prozent). Schweden belegt hier laut IT.NRW mit 44,4 Prozent den Spitzenplatz.

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