15. Oktober 2026 – dpa

Mordkommission ermittelt

Feuer mit drei Toten in Bochum: Bewohner unter Mordverdacht

Drei Menschen starben, fünf wurden verletzt: Nach dem verheerenden Brand in einem Bochumer Wohnhaus sitzt einer der Bewohner in Untersuchungshaft.

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Das Brandhaus wurde als Tatort beschlagnahmt und versiegelt.

Nach dem verheerenden Feuer mit drei Toten und fünf Verletzten in einem Bochumer Mehrfamilienhaus sitzt ein Bewohner des Hauses unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Ein Richter hatte gegen den 41-jährigen Rumänen Haftbefehl wegen Mordes und Brandstiftung mit Todesfolge erlassen. Der Verdächtige schwieg zum Tatvorwurf. Die Ermittlungen, auch zu seinem Tatmotiv, sollen fortgesetzt werden.

Der Verdacht gegen den Rumänen habe sich im Lauf der Ermittlungen erhärtet, hatten die Ermittler mitgeteilt. Ein technischer Defekt konnte als Brandursache dagegen ausgeschlossen werden.

Der 41-Jährige war bereits wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten polizeibekannt. Ein Polizeisprecher berichtete, dass es am Sonntag, zwei Tage vor dem Ausbruch des Feuers, einen Polizeieinsatz in dem Haus gab. Dabei sei es um Streitigkeiten gegangen. Ob dies in einem Zusammenhang mit dem Feuer steht, sei aber noch unklar.

Bei den Todesopfern handele es sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 27 Jahren und einen 26-jährigen Mann. Alle Todesopfer haben die indische Staatsangehörigkeit. Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat (SPD) hatte von einer «Tragödie, wie sie Bochum seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat», gesprochen.

An dem brennenden Haus hatten sich dramatische Szenen abgespielt. Menschen mussten mit diversen Leitern und einem Sprungpolster gerettet werden. Im Zuge der weiteren Löscharbeiten stießen die Rettungskräfte dann in einer der Wohnungen auf die Leichen der drei Erwachsenen. Das hölzerne Treppenhaus wurde bei dem Feuer völlig zerstört.

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