23. September 2026 – dpa
Ein leuchtender Baum, preisgekrönte Fotos und fast 500.000 Besucher: Dem Gasometer Oberhausen gelingt mit «Mythos Wald» wieder ein Publikumserfolg. Wer noch nicht drin war, bekommt mehr Zeit.
Dem Gasometer in Oberhausen ist auch mit der aktuellen Ausstellung zum «Mythos Wald» ein Publikumserfolg gelungen. Die Schau werde deshalb um fast ein Jahr bis November 2027 verlängert, teilte das Ausstellungshaus mit.
Seit der Eröffnung im März hätten schon fast 500.000 Menschen die Schau über die Wälder der Erde gesehen. «Die vielen positiven Rückmeldungen bestärken uns in der Entscheidung, die Laufzeit dieser fantastischen Ausstellung zu verlängern», sagte Kuratorin Jeanette Schmitz. Ursprünglich sollte sie bis Dezember 2026 zu sehen sein - nun soll es bis zum 28. November 2027 gehen.
Schon die letzten Ausstellungen in dem alten Gasspeicher hatten ein Millionenpublikum angelockt. Damit gilt der Gasometer als einer der meistbesuchten Ausstellungsräume in Nordrhein-Westfalen.
Die Ausstellung über die Wälder der Erde bleibt dem Konzept der vergangenen Jahre treu: «Mythos Wald» zeigt großformatige, oft preisgekrönte Fotos von Wäldern und ihren Bewohnern auf der Welt. Die Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen wird auch gezeigt - doch die meisten Bilder sind vor allem schön anzuschauen und beeindrucken mit ihren Farben und ihren Perspektiven.
Im Mittelpunkt steht ein 35 Meter hoher Baum aus Licht, der vom österreichischen Medienkunst-Netzwerk Ars Electronica Solutions entworfen wurde. Von der Wurzel bis in die Baumkrone leuchtet es. Lichteffekte wandern, pulsieren, verdichten sich - und sollen so deutlich machen, was für ein lebendiges System ein Baum ist. Die Installation ist nach Angaben des Gasometers die wohl größte Indoor-Lichtskulptur der Welt.
Wegen des großen Andrangs im Gasometer wird es regelmäßig voll am Einlass. Wer seine Eintrittskarte vorab online kauft, kommt schneller in die Ausstellung. Auch mit der Ruhrtopcard kann man direkt zum Einlass gehen und muss nicht vorher noch ein Ticket kaufen.
Der Gasometer ist nicht beheizt. Man sollte sich im Herbst und Winter also je nach Außentemperaturen warm anziehen.
Wer die Ausstellung besucht, kann auch auf die 117,5 Meter hohe Aussichtsplattform des Gasometers steigen - mit einem Rundumblick über das Ruhrgebiet und den Rhein-Herne-Kanal.
Der in den 1920er Jahren erbaute Gasometer war einst einer der größten Gasbehälter Europas und hatte große Bedeutung für die Schwerindustrie im Ruhrgebiet. 1988 wurde der Speicher stillgelegt.
Heute gilt der 100 Meter hohe Innenraum als die höchste Ausstellungshalle in Europa. Zuletzt war dort im Rahmen der Schau «Planet Ozean» auf einer 40 Meter hohen Leinwand eine animierte Unterwasserwelt zu sehen. 1,5 Millionen Besucher kamen. Davor hatte eine mit 70 Millionen Pixeln animierte riesige Erdkugel den Angaben zufolge mehr als 1,3 Millionen Besucher angezogen.