17. August 2026 – dpa

Extremes Niedrigwasser

Es regnet, aber Pegelstand des Rheins sinkt noch

Wer am derzeit ungewöhnlich breiten Ufer des Rheins steht, der sieht dort nur wenige Schiffe entlangfahren. Der Wasserstand ist verdammt niedrig. Doch nun stehen die Zeichen auf Besserung: Es regnet.

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Endlich mal wieder Regen: Darüber könnte sich auch diese Kanadagans am Rheinufer in Düsseldorf-Urdenbach gefreut haben., Foto: Wolf von Dewitz/dpa

Trotz der ersten ausgiebigen Regenfälle seit Wochen sinken die Pegelstände des Rheins vorerst noch weiter. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein rechnete am Montag damit, dass der Pegelstand bei Düsseldorf am Dienstagmorgen auf minus vier Zentimeter sinkt und damit drei Zentimeter tiefer als einen Tag zuvor - damit wäre ein historischer Niedrigwert erreicht. Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. In Düsseldorf sind das 1,59 Meter - am Dienstagmorgen könnte die Fahrrinne also nur noch 1,55 Meter tief sein.

Im Laufe des Dienstags zieht der Pegelstand der Prognose zufolge wieder an, Mittwochmorgen soll er wieder bei null liegen und Freitag bei acht Zentimetern. In Köln soll der Pegelstand von 46 Zentimetern am Montag auf 63 Zentimeter am Freitag anziehen. Der Wasserstand des Rheins wird damit aber auch weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben.

Zum Wochenbeginn fuhren nur wenige Frachtschiffe den Rhein entlang, erstmals seit langem gab es ausgiebigen Regen. Es ist normal, dass Pegelstände bei Regen zeitversetzt anziehen. Ein Grund dafür ist, dass der trockene Boden die Feuchtigkeit aufnimmt und zunächst nur recht wenig Wasser über Bäche und andere Zuflüsse weitergeleitet wird.

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