16. Juli 2026 – dpa
Elektroautos fahren ist eine gute Sache, schließlich pusten sie keine Abgase in die Luft - aber E-Autos sind teuer, so zumindest hieß es früher. Das aber hat sich geändert.
Wer sich ein Auto kauft, der entscheidet sich immer häufiger für einen Elektroantrieb. Wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht, betrug der Anteil der Stromer an allen neu zugelassenen Pkw in Nordrhein-Westfalen im Juni 30,7 Prozent und damit 10,4 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt des ganzen vergangenen Jahres (20,3 Prozent). Der NRW-Durchschnitt des ersten Halbjahres 2026 betrug 26,7 Prozent.
Damit waren Elektroautos in dem Bundesland beliebter als in anderen Teilen Deutschlands, der Bundesschnitt der Stromer an allen Neuzulassungen hatte im ersten Halbjahr bei 24,8 Prozent gelegen. In Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg sind die Elektroautos noch stärker im Trend als im bevölkerungsreichsten Bundesland. In Hamburg und Sachsen-Anhalt dagegen waren sie zuletzt weniger gefragt, und auch Bayern lag unter dem Bundesschnitt.
Aktuell erleben Elektroautos einen Aufschwung. Dazu tragen neben dem verbesserten Modellangebot auch die Förderung des Bundes und die hohen Preise für Benzin und Diesel bei.
«Elektroautos gehört die Zukunft», sagt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Bochumer Forschungsinstituts CAR. Früher seien die Stromer noch relativ teuer gewesen, inzwischen seien die Preise gesunken. «Wer ein Elektroauto kauft, muss häufig nur noch unwesentlich mehr zahlen als er für ein Auto mit Verbrennungsmotor zahlen würde.»
Inzwischen habe man auch große Auswahl, da immer mehr E-Modelle auf den Markt kämen. Hinzu komme ein gesteigertes Nachhaltigkeitsbewusstsein vieler Menschen. «In Kombination mit der Auswahl und den gesunkenen Preisen ist der Klimaschutz-Gedanke ein weiteres Kaufargument, das den Trend hin zu Elektro verstärkt.»