27. August 2026 – dpa
Eine Woche vor WM-Beginn bleibt für das deutsche Team noch viel zu tun. Auch gegen die Türkei reicht es nicht für einen Sieg.
Die deutschen Basketballerinnen haben auch bei ihrer WM-Generalprobe eine Niederlage kassiert. Das Team von Bundestrainer Olaf Lange musste sich der Türkei mit 62:63 (40:30) geschlagen geben und verpasste es damit, eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft in Berlin Selbstvertrauen zu tanken. Schon die bisherigen beiden Testspiele gegen Spanien und Ungarn hatte Deutschland verloren. Bei der WM bekommt es Deutschland ab dem 4. September mit Spanien, Japan und Mali zu tun.
Nach dem Frauen-Spiel standen beim Basketball-Doppelpack in Köln auch noch die Männer in der WM-Qualifikation gegen die Niederlande auf dem Parkett. Beste deutsche Werferin gegen die Türkei war Alex Wilke mit 15 Punkten.
Lange musste auch im letzten Testspiel vor der WM auf die drei WNBA-Profis Leonie Fiebich, Nyara Sabally und Frieda Bühner verzichten. Während Fiebich noch in den USA weilt, wo noch zwei Spiele mit den New York Liberty anstehen, waren Bühner und Nyara Sabally in Köln immerhin schon in der Halle.
Bühner wird zeitnah ins Training einsteigen, bei Nyara Sabally bleibt abzuwarten, wann sie nach ihrer Wadenverletzung wieder fit ist. Ihre ältere Schwester Satou Sabally hat die WM wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung absagen müssen.
Immerhin steht in Luisa Geiselsöder eine WNBA-Spielerin seit Beginn der WM-Vorbereitung zur Verfügung und führte das Team in Köln an. Die deutsche Mannschaft startete vor der großen Kulisse in der Lanxess Arena nervös. Viele Spielerinnen hatten noch nicht oft vor so vielen Zuschauern gespielt und wirkten anfangs angespannt.
Mit Beginn des zweiten Viertels legte sich die Nervosität aber und das deutsche Team nahm Fahrt auf. Drei erfolgreiche Dreipunktwürfe in Serie sorgten für eine 30:17-Führung, zur Halbzeit lag Deutschland mit zehn Punkten vorn (40:30).
Doch nach dem Seitenwechsel verlor die DBB-Auswahl erst einmal völlig den Faden. In der Offensive lief nicht mehr viel zusammen, in der Defensive packten die Gastgeberinnen nicht mehr entschlossen genug zu. Das deutsche Team gab das dritte Viertel mit 7:19 ab und lag vor dem Schlussabschnitt mit 47:49 zurück.
Angetrieben vom Publikum steigerte sich Deutschland in den letzten zehn Minuten aber wieder und ging mit 60:53 in Führung. Dann schlichen sich wieder viele Fehler ein, sodass es bis zum Schluss eng blieb. Am Ende fehlte dem deutschen Team etwas das Glück.