02. November 2026 – dpa
Nach einem Vorfall in einem Detmolder Einfamilienhaus korrigieren Polizei und Staatsanwaltschaft ihre ersten Angaben. Der Ablauf der Tat ist wohl klar, das Motiv der Frau aber noch offen.
Anfangs hatte die Polizei von einem gewaltsamen Streit unter Familienmitgliedern in Detmold gesprochen, jetzt haben die Ermittler weitere Details genannt und ihre ersten Angaben korrigiert. Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Detmold und der Bielefelder Polizei ist keiner der zum Teil schwer verletzten Beteiligten vom 30. Oktober mehr in Lebensgefahr. Entgegen der ersten Vermutung gab es vor dem Angriff in dem Einfamilienhaus keine gewaltsame Auseinandersetzung innerhalb der Familie.
Vielmehr habe die 56 Jahre Mutter ihre Tochter (19), den Sohn (21) und den 56-jährigen Ehemann und im Anschluss sich selbst tiefe Schnittverletzungen zugefügt, sagte Staatsanwalt Alexander Görlitz der Deutschen Presse-Agentur. Das Motiv sei noch offen, dazu laufen noch die Ermittlungen der Mordkommission, teilten die Behörden mit. Die Frau ist seit Sonntag wegen versuchten Mordes in drei Fällen in einem Justizkrankenhaus untergebracht.