13. Juni 2021 –
Im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland kollabierte Dänen-Star Christian Eriksen. Der 29 Jahre alte Profi von Inter Mailand war kurz vor dem Ende der ersten Spielhälfte auf dem Rasen zusammengebrochen und regungslos liegengeblieben. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettende Maßnahmen ein.
+++ Update Montag, 14.06. +++
Berater berichtet: Eriksen "scherzt und ist guter Stimmung"
Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen muss nach seinem Kollaps weiter im Krankenhaus bleiben, ist nach Angaben seines Beraters aber auf dem Weg der Besserung. "Wir haben uns heute Morgen gehört. Er hat gescherzt, er war guter Stimmung, es geht ihm gut", sagte Martin Schoots der "Gazzetta dello Sport" (Montag) in einem am Sonntag geführten Interview. "Wir wollen alle verstehen, was ihm passiert ist, das will er auch: Die Ärzte machen gründliche Untersuchungen, das braucht Zeit", ergänzte Schoots.
Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler Eriksen hatte am Samstagabend kurz vor der Halbzeitpause des Gruppenspiels gegen Finnland einen Herzstillstand erlitten und musste auf dem Rasen wiederbelebt werden. Im Krankenhaus in Kopenhagen stabilisierte sich sein Zustand. "Er war glücklich, weil er gesehen hat, wie viel Liebe er um sich herum hat. Er hat Nachrichten aus aller Welt bekommen", berichtete Schoots von seinem Besuch beim Profi vom italienischen Meister Inter Mailand.
"Die halbe Welt hat sich gemeldet, alle waren besorgt", sagte der Berater über die Anteilnahme nach dem öffentlichen Zusammenbruch. "Christian gibt nicht auf. Er und seine Familie wollen sich bei allen bedanken." Eriksen werde Montag und "vielleicht auch Dienstag" unter Beobachtung im Krankenhaus bleiben. "Jetzt muss er sich erholen, seine Frau und die Eltern sind bei ihm", sagte Schoots. Der Mittelfeldspieler verfolge aber auch die dänischen EM-Spiele weiter: "In jedem Fall will er sein Team gegen Belgien als Fan unterstützen." Eriksen wurde ins Krankenhaus transportiert, wo sich sein Zustand nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisierte. Das Gruppenspiel zwischen Dänemark und Finnland wurde am Samstagabend nach einer langen Unterbrechung auf Wunsch beider Mannschaften fortgesetzt, wie mitgeteilt wurde. Auch im DFB-Quartier waren die schockierenden Szenen bei der TV-Übertragung aus Kopenhagen verfolgt worden.
Dänemark hat die nach dem Kollaps von Fußball-Star Christian Eriksen für über eineinhalb Stunden unterbrochene EM-Vorrundenpartie gegen Finnland verloren. Die Partie in der Gruppe B am Samstagabend in Kopenhagen endete 0:1 (0:0) aus Sicht der Gastgeber. Der in der abgelaufenen Saison von Bayer Leverkusen an Union Berlin ausgeliehene Joel Pohjanpalo traf in der 60. Minute.
Nach dem tragischen Vorfall um Fußball-Star Christian Eriksen beim EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland hat die finnische Regierungschefin ihre Solidarität mit dem Dänen zum Ausdruck gebracht. "Unsere Gedanken sind jetzt bei Christian Eriksen", schrieb Ministerpräsidentin Sanna Marin am Samstagabend unmittelbar nach dem Vorfall auf Twitter.
Neben der finnischen Regierungschefin haben zahlreiche weitere Personen, Vereine und Organisationen ihre Gedanken und Genesungswünsche an Christian Eriksen geteilt. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat dem dänischen EM-Spieler Christian Eriksen gute Besserung gewünscht. Der DFB veröffentlichte am Samstagabend ein Foto aus dem EM-Quartier, das die Spieler um Kapitän Manuel Neuer, den Trainerstab um Joachim Löw und Team-Direktor Oliver Bierhoff vor einem großen Bildschirm zeigt, auf dem Eriksen noch im spielerischen Einsatz zu sehen ist.
Inter Mailand twitterte: "Komm schon Chris, jeder unserer Gedanken ist bei dir!"
Aleksander Ceferin (UEFA-Präsident) twitterte: "Momente wie diese relativieren alles im Leben. Ich wünsche Christian eine vollständige und schnelle Genesung und bete, dass seine Familie Kraft und Glauben hat. In diesen Zeiten ist die Einheit der Fußballfamilie so stark und er und seine Familie tragen die guten Wünsche und Gebete aller mit sich. Ich habe von Fans beider Mannschaften gehört, die seinen Namen skandierten."
(mit Material der dpa)