02. Juli 2026 – dpa

Mordfall

Cold Case «Lemmy»: Neue Spurenlage

Zehn Jahre nach dem mutmaßlichen Mord an einem Rentner in Düsseldorf haben die Ermittler neue Hoffnung, den Fall doch noch aufzuklären. Es gibt neue Spuren.

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Die Polizei veröffentlicht noch einmal die Phantombilder in dem Fall. (Symbolbild)

Zehn Jahre nach dem mutmaßlichen Raubmord an einem Düsseldorfer Rentner hat die Mordkommission eine neue Spurenlage. Inzwischen sei es möglich, die Täter zweifelsfrei zu identifizieren, sagte eine Polizeisprecherin. Das deutet darauf hin, dass Cold-Case-Experten, die den Fall vor einem Jahr neu aufgerollt haben, auf Täter-DNA gestoßen sind.

Vor zehn Jahren war der 68-Jährige mit dem Spitznamen «Lemmy» in seiner Wohnung im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk getötet worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass dem Rentner seine Prahlerei mit vermeintlichem Reichtum zum Verhängnis geworden ist.

Am Freitagnachmittag des 3. Juni 2016 war der 68-Jährige in seiner Wohnung schwerstverletzt aufgefunden worden. Er starb kurze Zeit später noch am Einsatzort. Nachbarn hatten einen Knall gehört und die Polizei alarmiert.

Die Polizei fahndet nun erneut mit Phantombildern zweier Männer, die damals aus dem Haus geflüchtet waren. Beide sind etwa 1,80 Meter groß und haben «südländisches Aussehen». Einer der Männer hatte eine dunkle Sporttasche mit und soll nach Zeugenangaben akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben.

«Vielleicht hat vor zehn Jahren jemand geschwiegen, der heute bereit ist, zu reden», so die Ermittler, die eine neue Plakataktion starteten. Es sei nicht auszuschließen, dass die Männer sich als Post- oder Paketboten ausgegeben hätten. Wie der Rentner umgebracht wurde, verrät die Mordkommission aus taktischen Gründen nicht.

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